Dauereinsatz für die Wiener Berufsfeuerwehr

29. Dez. 2022 · Lesedauer 3 min

Die Wiener Berufsfeuerwehr hat Mittwochabend kurz vor 23.00 Uhr und in der Nacht auf Donnerstag gegen 2.30 Uhr erneut wegen Kellerbränden in einer Wohnhausanlage am Rennbahnweg in Wien-Donaustadt ausrücken müssen. Zahlreiche weitere Einsätze in ganz Wien führten dazu, dass "erhöhte Einsatzbereitschaft" ausgerufen wurde. 261 Einsatzkräfte und 61 Fahrzeuge waren insgesamt unterwegs.

Wie bei den Kellerbränden, die in der Nacht auf Mittwoch gegen 3.30 Uhr mit 16 Fahrzeugen und 65 Einsatzkräften bei vier verschiedenen Stiegen gelöscht werden mussten, gestalteten sich die neuerlichen Einsätze laut Feuerwehrsprecher Christian Feiler aufgrund der verzweigten Kelleranlagen sehr aufwendig, wieder wurde aufgrund der Größe des Objekts Alarmstufe 2 ausgelöst.

Die Brände waren unter Atemschutz rasch gelöscht, es kam zu starker Rauchentwicklung, aber keinen Verletzten. Feiler berichtete gegenüber der APA, dass erneut Kellerabteile und Ablagerung aus noch unbekannter Ursache in Brand geraten waren.

Somit hat sich die Zahl der Einsätze in der Anlage bereits auf drei erhöht, die Ermittlungen der Polizei laufen. Laut den Brandermittlern des Landeskriminalamtes Wien ist davon auszugehen, dass die Brände mutwillig verursacht wurden, mehrere Zeugen wurden bereits befragt. Die Beamten des Stadtpolizeikommandos Donaustadt werden in den kommenden Tagen verstärkte Streifen im Bereich der Wohnhausanlage und deren Umfeld durchführen, mit Unterstützung von Beamten der Bereitschaftseinheit.

Vor den Einsätzen in der Donaustadt wurde die Berufsfeuerwehr Wien am Mittwochabend bereits zu einem Kellerbrand eines Einfamilienhauses am Flötzersteig in Ottakring gerufen. Der Brand wurde unter Atemschutz mit einer Löschleitung bekämpft und abgelöscht. Zusätzlich musste die Gaszuleitung gesperrt werden, da sie vom Brandgeschehen unmittelbar betroffen war.

In Währing war es indes in der Czartoryskigasse im Küchenbereich einer Wohnung zu einem Brand gekommen. Gleichzeitig mit der Brandbekämpfung wurden zwei Bewohner der betroffenen Wohnung erstversorgt und anschließend an die Rettung übergeben. Ebenso wurde das verrauchte Stiegenhaus unter Atemschutz kontrolliert und belüftet.

Im Alsergrund war es indes in der Höfergasse in einer Wohnung zu einer Rauchentwicklung gekommen. Die Wohnungsinhaberin wurde durch den Alarm eines Rauchmelders auf diese aufmerksam und verständigte die Feuerwehr. Von den Inspektionsrauchfangkehrern der Feuerwehr war die Ursache schnell gefunden: Auslöser waren der Festbrennstoffofen und dessen Fanganlage, ein Heizverbot wurde erteilt.

Und eine weitere Wohnhausanlage, diesmal in Favoriten, wurde zum Einsatzort, nachdem es in der dort untergebrachten Wäscherei in der Troststraße knapp vor Mitternacht zum Brand von Wäsche und Betriebseinrichtung gekommen. Beim Eintreffen standen mehrere Mieter an den Fenstern und machten auf sich aufmerksam, Andere waren ins Freie geflüchtet. Von den Feuerwehrtrupps wurden zwei Löschleitungen zur Brandbekämpfung vorbereitet. Unter Atemschutz drangen Feuerwehrleute mit einer Löschleitung in das stark verrauchte Geschäftslokal ein und begannen mit der Brandbekämpfung, während ein weiterer Trupp sich mit einer Löschleitung über einen Hintereingang Zutritt verschaffte, ein Hochleistungslüfter wurde eingesetzt.

Zeitgleich wurde vor dem Gebäude eine Drehleiter in Stellung gebracht und die an den Fenstern stehenden Personen beruhigt. Parallel dazu wurden von Atemschutztrupps die in den Stiegenhäusern angetroffenen Personen in einen sicheren Bereich gebracht. Insgesamt wurden 18 Bewohner von der Sonder-Einsatz-Gruppe der Berufsrettung Wien versorgt. Deren Sprecherin Corina Had sagte gegenüber der APA, dass alle Betroffenen wieder in häusliche Pflege entlassen werden konnten.

Quelle: Agenturen