APA - Austria Presse Agentur

Kirk Douglas' Witwe Anne Douglas mit 102 Jahren gestorben

30. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Anne Douglas, die Witwe der US-Schauspiellegende Kirk Douglas und Stiefmutter von Hollywood-Star Michael Douglas, ist Medienberichten zufolge tot. Sie sei im Alter von 102 Jahren am Donnerstag in ihrem Haus im kalifornischen Beverly Hills "friedlich" gestorben, zitierten der Sender CNN und andere Medien eine Sprecherin der Familie.

"Anne war mehr als eine Stiefmutter und niemals 'böse'", schrieb Michael Douglas laut dem Promi-Portal "ET Online" in einer Mitteilung. "Sie holte das Beste aus uns raus, vor allem aus meinem Vater."

Anne Douglas wurde am 23. April 1919 als Hannelore Marx in Hannover geboren. Sie studierte gerade in Belgien, als Deutschland 1940 im Zweiten Weltkrieg die Hauptstadt Brüssel bombardierte. Sie floh mit Freunden in einem Auto nach Frankreich. Weil ihre deutschen Ausweispapiere dort für sie ein Nachteil waren, heiratete sie einen Belgier und nannte sich fortan Anne Laure Buydens.

Als die Wehrmacht auch große Teile Frankreichs besetzte und Filme mit deutschen Untertiteln gezeigt werden mussten, fand sie dank ihrer Sprachkenntnisse Arbeit bei einem französischen Filmverleih. Sie arbeitete auch nach dem Krieg in der Filmbranche und lernte in Paris 1953 schließlich Kirk Douglas kennen.

Das Paar heiratete am 29. Mai 1954 in Las Vegas. "Es war nicht romantisch, aber legal, und ihr neuer Ehemann versprach ihr, dass er sie eines Tages mit einer großen Feier nochmal heiraten würde", erklärte die Familie Douglas nun. Der mit Klassikern wie "Spartacus" und "Wege zum Ruhm" zur Filmlegende gewordene Schauspieler hielt sein Wort: Das Paar heiratete 2004 anlässlich seines 50. Hochzeitstags erneut.

Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, Peter und Eric. Letzterer starb 2004. Kirk Douglas hatte aus einer früheren Ehe bereits zwei Söhne, den Schauspieler Michael und Joel.

Anne Douglas setzte sich zu Lebzeiten für wohltätige Zwecke ein. In den 1990er Jahren überredete sie ihren Ehemann, einen Großteil der gemeinsamen Kunstsammlung zu versteigern, um Spielplätze an Schulen in Los Angeles zu sanieren.

Quelle: Agenturen