APA/Barbara Gindl

Kein Fremdverschulden bei kopfloser Leiche am Wienerberg

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Im Fall des Fundes einer Leiche am Wienerberg hat das vorläufige Obduktionsergebnis nun ergeben, dass kein Fremdverschulden vorliegt und es sich dabei um den Körper eines Mannes handelt.

Das bestätigte die Landespolizeidirektion Wien der APA am Mittwoch. Ein Tötungsdelikt und ein Zusammenhang mit der Angriffsserie an Obdachlosen könne damit ausgeschlossen werden, hieß es. Das Loch in der Schädeldecke des Mannes stammt demzufolge von einer medizinischen Operation zu Lebzeiten.

Ob es sich bei dem Mann um einen Obdachlosen handelt, steht noch nicht fest. Auch seine Identität ist noch nicht restlos geklärt. "Es gibt jedoch erste Anhaltspunkte", sagte Sprecher Philipp Haßlinger gegenüber der APA.

Kein Zusammenhang zu Angriff-Serie

Der Fund der Leiche war am Samstag gegen 14.30 Uhr gemeldet worden. Spekulationen über einen Zusammenhang mit der Angriffsserie wies die Polizei bereits am Montag zurück.

Bei den bisher drei Fällen von Attacken auf Wohnungslose im öffentlichen Raum handelte es sich jeweils um Messerangriffe. Zwei von ihnen endeten tödlich. Selbst wenn man von einem gewaltsamen Tod des Menschen am Wienerberg ausginge, wäre er nach derzeitigem Stand der Dinge nicht erstochen worden. Das wiederum wäre eine große Abweichung vom Modus Operandi der drei Fälle.

ribbon Zusammenfassung
  • Im Fall des Fundes einer Leiche am Wienerberg hat das vorläufige Obduktionsergebnis nun ergeben, dass kein Fremdverschulden vorliegt und es sich dabei um den Körper eines Mannes handelt.
  • Der Fund der Leiche war am Samstag gegen 14.30 Uhr gemeldet worden.
  • Bei den bisher drei Fällen von Attacken auf Wohnungslose im öffentlichen Raum handelte es sich jeweils um Messerangriffe.
  • Das wiederum wäre eine große Abweichung vom Modus Operandi der drei Fälle.

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