Perus Präsident nach nur vier Monaten abgesetzt
Als damaliger Parlamentspräsident hatte Jerí im Oktober die Regierungsgeschäfte nach der Absetzung von Präsidentin Dina Boluarte übernommen. Er geriet wegen inoffizieller Treffen mit chinesischen Geschäftsleuten und mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten bei der Einstellung von Frauen in Regierungsposten unter Druck.
"Jerí hat seine Macht heimlich ausgeübt: Geheime Treffen, nächtliche Zusammenkünfte und widersprüchliche Aussagen", sagte der Abgeordnete Hamel Echevarría bei der Parlamentssitzung. Der Präsident wies die Vorwürfe stets zurück. "Ich habe kein Verbrechen begangen", sagte er.
Die Absetzung erfolgt erst knapp zwei Monaten vor der im April angesetzten Präsidentenwahl. Der letzte peruanische Präsident, der seine fünfjährige Amtszeit beendet hat, war Ollanta Humala, der zwischen 2011 und 2016 regierte.
Zusammenfassung
- Das Parlament in Peru hat Präsident José Jerí nach nur vier Monaten Amtszeit mit 75 von 102 Stimmen durch ein Misstrauensvotum abgesetzt.
- Jerís Absetzung folgt auf Vorwürfe geheimer Treffen mit chinesischen Geschäftsleuten und mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten bei der Besetzung von Regierungsposten, die er stets zurückwies.
- Der Nachfolger soll am Mittwoch vom Parlament gewählt werden, während die nächste Präsidentschaftswahl bereits im April stattfindet.
