Katalysator-Diebe in Wien-Simmering erwischt
Die Polizei leitete eine Sofortfahndung ein und stoppte den Wagen unweit des Tatorts. In dem Geländewagen fanden die Beamten den Winkelschleifer, einen Wagenheber, drei ausgebaute Katalysatoren und Arbeitshandschuhe. Die Insassen, slowakische Staatsbürger im Alter von 21, 24 und 25 Jahren, gaben die Diebstähle zu und gestanden zudem weitere ähnlich gelagerte Coups in Österreich. Die Außenstelle Süd des Landeskriminalamtes übernahm die Ermittlungen. Die Festgenommenen wurden wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Diebstahls und des Diebstahls im Rahmen einer kriminellen Vereinigung angezeigt und in eine Justizanstalt überstellt.
Gutt sagte auf Nachfrage der APA, dass Katalysatoren bei Kriminellen sehr beliebt sind. Sie lassen sich einerseits sehr schnell ausbauen, überhaupt bei älteren Fahrzeugen soll dies innerhalb weniger Minuten erledigt sein. Zudem sind in den Kats Edelmetalle wie Palladium, Platin und Rhodium verbaut. Vor allem letzteres ist überaus wertvoll und bringt mehr als das Doppelte als die gleiche Menge einer 750er-Goldlegierung. Nicht zuletzt deshalb werden Katalysatoren auch gerne recycelt. Für Opfer von Katalysator-Diebstählen wird es richtig teuer. Sie müssen mit mehreren tausend Euro rechnen.
Zusammenfassung
- Drei slowakische Staatsbürger im Alter von 21, 24 und 25 Jahren wurden in Wien-Simmering nach einem Katalysator-Diebstahl von der Polizei gestellt, nachdem ein Zeuge sie gegen 4.45 Uhr filmte und alarmierte.
- Im Fluchtfahrzeug mit slowakischem Kennzeichen wurden drei ausgebaute Katalysatoren, ein Winkelschleifer, ein Wagenheber und Arbeitshandschuhe sichergestellt, die Täter gestanden auch weitere Taten in Österreich.
- Katalysatoren sind wegen ihres Gehalts an Palladium, Platin und besonders Rhodium für Kriminelle lukrativ, der Schaden für die Opfer beträgt oft mehrere tausend Euro.
