Jüngere Menschen leiden laut Umfrage besonders unter Hitze

29. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Vor allem jüngere Menschen leiden unter der durch die Klimakrise ausgelösten derzeitigen Hitzewelle besonders. Vier von zehn Österreicherinnen und Österreichern fühlen sich durch die steigenden Temperaturen in ihrer Wohnqualität beeinträchtigt, ergab eine Umfrage im Auftrag von "ImmoScout24". Dementsprechend stieg das Interesse an Wohnungen mit Klimaanlage bereits im Vorjahr um knapp 43 Prozent. Bei vielen Befragten schaffen Standventilatoren und Jalousien Abhilfe.

Die Klimakrise führt seit Jahren zu mehr Tropennächten und Rekordtemperaturen, die Hitze belastet. 38 Prozent der Befragten fühlen sich in ihrer persönlichen Wohnqualität durch die steigenden Temperaturen stark oder eher stark belastet. Je Jünger, desto stärker ist die subjektiv empfundene Beeinträchtigung. Knapp jede und jeder Zweite unter 30 Jahren leidet im eigenen Heim unter der Hitze und auch Männer geben mit 40 Prozent häufiger als Frauen (37 Prozent) an, dass ihr Wohlbefinden leidet. In der Gruppe 50-plus sagt nur noch jede dritte befragte Person.

Über eine Klimaanlage verfügen nur 14 Prozent der Befragten, wobei elf Prozent diese nachträglich eingebaut haben. Wohnungen mit Klimaanlage sind dementsprechend begehrt. Bei der Suche nach einer neuen Immobilie ist sie als Ausstattung inzwischen für 13 Prozent ein absolutes Muss. 15 Prozent hätten gerne ein Klimagerät, würden sich bei einer neuen Immobilie aber aufgrund der steigenden Energiekosten eher dagegen entscheiden.

Vier von zehn Österreicher:innen nehmen in der heißen Zeit Stand-Ventilatoren in Betrieb. Rund ein Drittel greift auf Rollläden und Außenjalousien zurück, die bereits beim Einzug in die Wohnung vorhanden waren. Weitere 19 Prozent haben diese nachträglich montiert. 31 Prozent legen bei einer neuen Immobilie vor allem Wert auf gute Isolierung und ein Viertel der Österreich bevorzugt Fassendbegrünung oder andere Beschattungsmaßnahmen. Eine Minderheit von sieben Prozent denkt laut Umfrage daran, in einer kühlere, eventuell höher gelegene Gegend zu ziehen.

Quelle: Agenturen