APA - Austria Presse Agentur

"Islam-Landkarte": Nach "Warnschild" in Graz Verdächtige ausgeforscht

17. Juni 2021 · Lesedauer 1 min

Die Verdächtigen sollen aus der "rechten Szene" kommen.

Nachdem am Montag zwei Personen eine Art "Warnschild" auf ein Nebengebäude einer Grazer Moschee angebracht hatten, sind nun zwei Verdächtige ausgeforscht worden. Wie die Landespolizeidirektion Steiermark am Donnerstag mitteilte, handelt es sich um eine 37-Jährige aus Graz-Umgebung und einen 26-Jährigen aus dem Bezirk Weiz. Sie gestanden, das gelbe Plakat montiert zu haben. Die Frau meinte, einem Aufruf in einer Social-Media-Gruppe gefolgt zu sein.

Verdacht der Verhetzung

Der Mann machte keine näheren Angaben zu seinen Beweggründen, aber er dürfte der rechten Szene zuzuordnen sein, so die Polizei in einer Aussendung. Weitere Ermittlungen wegen des Verdachts der Verhetzung würden noch geführt.

Das Duo hatte Montagnachmittag ein Plakat mit der Aufschrift "Achtung! Politischer Islam in deiner Nähe" auf einem Gebäude des Islamischen Kulturzentrums Graz angebracht. Sie wurden dabei von einer Überwachungskamera gefilmt. Das Kulturzentrum hatte noch am Montag scharfe Kritik an der Islamlandkarte der Dokumentationsstelle politischer Islam geübt.

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Quelle: Agenturen / koa