APA - Austria Presse Agentur

Indische Variante erstmals in der Schweiz nachgewiesen

24. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Erstmals ist ein Infektionsfall mit der indischen Coronavirus-Variante B.1.617 in der Schweiz nachgewiesen worden.

Wie das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte, handelte es sich bei dem Betroffenen um einen Passagier, der über einen Transitflughafen in die Schweiz eingereist war.

BAG-Sprecher Daniel Dauwalder sagte, der infizierte Passagier sei in einem europäischen Land umgestiegen, bevor er in der Schweiz gelandet sei. Bereits am Donnerstag wurde ein Fall der indischen Variante in Belgien gemeldet. Eine Person aus einer 20-köpfigen Studentengruppe war demnach positiv getestet, bei der Sequenzierung wurde die indische Variante entdeckt. Die Gruppe war die über einen Zwischenstopp in Paris nach Belgien gekommen.

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Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hat bekannt gegeben, dass Deutschland ab Montag die Einreise aus Indien stark begrenzt. Weitere Staaten dürften wohl bald folgen.

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In Indien hat sich die Corona-Lage zuletzt drastisch verschärft. Am Samstag meldeten die indischen Behörden mit 2.624 Corona-Todesfällen innerhalb von nur 24 Stunden einen neuen Höchststand. Das Gesundheitssystem in dem 1,3-Milliarden-Land ist überlastet.

Für die dramatische Lage wird unter anderem die "Doppel-Mutante" B.1.617 verantwortlich gemacht. Sie trägt zwei Mutationen im Spike-Protein des Virus, mit dem sich der Erreger an menschliche Zellen andockt. Diese könnten möglicherweise zu einer höheren Übertragbarkeit führen.

Zuletzt schoss die Zahl der Neuinfektionen auf über 340.000 pro Tag. Insgesamt infizierten sich in Indien seit Pandemiebeginn bereits 16,5 Millionen Menschen mit dem Coronavirus - mehr nachgewiesene Infektionsfälle gibt es nur in den USA. 190.000 Menschen sind auf dem Subkontinent bisher im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben.

Quelle: Agenturen / Redaktion / hos