Innsbruck
In Kühltruhen versteckte Mutter und Tochter wohl erstickt
Laut Obduktion wurden Mutter und Tochter "mit hoher Wahrscheinlichkeit erstickt", bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck der APA einen Bericht der "Tiroler Tageszeitung". Zwei Männer im Alter von 53 und 55 Jahren befinden sich seit Monaten wegen Mordverdachts in U-Haft.
Zwei Männer unter dringendem Mordverdacht
Die gerichtsmedizinischen Untersuchungen hatten offenbar mehrere Wochen gedauert. Die Obduktion dürfte sich äußerst schwierig gestaltet haben, nachdem die Leichen der beiden Opfer bereits stark verwest waren. Über den Tathergang war darüber hinaus nichts bekannt.
Zwei Brüder im Alter von 53 und 55 Jahren stehen unter dringendem Mordverdacht und befinden sich seit Juni des Vorjahres in Untersuchungshaft. Sie bestritten bis zuletzt, die Syrerin und ihre Tochter getötet zu haben. Der 55-jährige Hauptverdächtige, ein Arbeitskollege der 34-Jährigen, sprach von einem Unfall.
Er räumte jedoch ein, die Leichen in den Kühltruhen - die hinter einer Rigipswand in der Wohnung des Bruders stand - versteckt zu haben. Der Jüngere soll an der Beschaffung und Aufstellung des Geräts beteiligt gewesen sein.
Video: Leichen von Mutter und Tochter in Kühltruhen entdeckt
Motiv bisher ungekannt
Eine Vermisstenmeldung hatte den Fall ins Rollen gebracht. Ein in Deutschland lebender Cousin der Getöteten hatte sich bereits im Juli 2024 bei der Polizei gemeldet. Der nunmehr Hauptverdächtige meinte damals, dass Mutter und Tochter für längere Zeit zur Familie in die Türkei reisen wollten. Dort wusste man aber nichts davon.
Außerdem wurden die Handys der beiden Vermissten gefunden, dies war laut dem Landeskriminalamt jedenfalls "ungewöhnlich". Nach intensiven Ermittlungen erhärtete sich schließlich der Tatverdacht gegen die beiden Männer. Erst mehrere Monate nach der Festnahme gestand der 55-Jährige das Verstecken der Leichen in der Kühltruhe. Über ein Motiv war bisher nichts bekannt.
Hilfe bei häuslicher Gewalt
Sind Sie Opfer von Gewalt oder kennen jemand, der es ist? Hier finden Sie Hilfe:
Frauen-Helpline: 0800/222 555
Gewaltschutzzentrum: 0800/700 217
24-Stunden-Frauennotruf der Stadt Wien: 01/71719
Frauenhaus-Notruf: 05 77 22
Männerberatung Wien: 01/603 28 28
Rat auf Draht - Hilfe für Kinder & Jugendliche: 147
Im Fall von akuter Gewalt: Polizei-Notruf 133
Hilfe bei sexueller Gewalt
Sind Sie Opfer von sexueller Gewalt oder kennen Sie jemanden, der es ist? Hier gibt es Hilfe:
- Frauenhelpline gegen Gewalt: 0800 222 555
- Notrufnummer für Gehörlose und Hörbehinderte: 0800 133 133
- Rat auf Draht - Beratung für Kinder und Jugendliche: 147 sowie Online-Beratung
- Kindernotruf: 0800 567 567
- Online-Beratungsstelle für Frauen und Mädchen bei sexueller und anderer Gewalt: HelpCh@t
- Frauen- und Mädchen-Beratungsstellen in den Bundesländern: Beratung und Unterstützung bei sexualisierter Gewalt
- Kinder und Jugendanwaltschaften in Österreich: www.kija.at
Zusammenfassung
- Die Leichen einer 34-jährigen Frau und ihrer zehnjährigen Tochter wurden im November 2025 in Innsbruck in Kühltruhen entdeckt, wobei die Obduktion als Todesursache mit hoher Wahrscheinlichkeit Ersticken ergab.
- Zwei Brüder im Alter von 53 und 55 Jahren stehen seit Juni 2024 unter dringendem Mordverdacht und befinden sich in Untersuchungshaft, wobei der Hauptverdächtige das Verstecken der Leichen gestand, aber die Tötung bestritt.
- Eine Vermisstenmeldung durch einen Cousin im Juli 2024 und die Auffindung der Handys der Opfer führten zu intensiven Ermittlungen, ein Motiv für die Tat ist bislang nicht bekannt.
