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Impfstoff-Experte: "Sollten an Impfpflicht festhalten"

16. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Man dürfe bei der Impfpflicht nicht nur auf die Omikron-Welle schauen, sondern auch an die Zukunft denken, meint der Professor für Impfstoffkunde Florian Krammer. Auch ein Aufheben der Corona-Maßnahmen mache laut ihm nur Sinn, wenn auch die Zahl der Neuinfektionen gering ist.

Es sei "kurzsichtig" bei der Impfpflicht nur auf Omikron zu schließen, sagt Florian Krammer, Professor für Impfstoffkunde an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai in New York, in der ZIB 2. Derzeit könne man noch nicht abschätzen, wie sich das Virus nach der Omikron-Welle entwickeln werde. Daher rät er dazu, an der Impfpflicht festzuhalten.

Öffnungen bei geringer Neuinfektionszahl

Vorsichtig gibt sich Krammer auch hinsichtlich einer gravierenden Maßnahmen-Lockerung. Öffnungsschritte müssten auf das Infektionsgeschehen abgestimmt werden. Werden die Maßnahmen bei einer hohen Zahl an Neuinfektionen aufgehoben, dann bestehe ein erhöhtes Risiko für immunschwache Personen. Bei einer sehr niedrigen Zahl hingegen "kann man das schon machen", sagt der Impfstoff-Experte.

Für Schul-Masken und Gratis-Tests

Auf das aktuelle Infektionsgeschehen bezogen rät Krammer dazu, die Maskenpflicht in Innenräumen beizubehalten – auch in den Schulen, wie er im Interview betont. Dabei schütze eine FFP2-Maske besser als ein Mund-Nasen-Schutz. Auch mache die kostenlose PCR-Teststruktur in Österreich "momentan jedenfalls noch Sinn", sagt der Professor für Impfstoffkunde.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea