APA - Austria Presse Agentur

Impfstart für Politiker frühestens im März

23. Jan 2021 · Lesedauer 2 min

Während sich viele Bürgermeister über lokale Pflegeheime mit der Corona-Impfung versorgt haben, kann die Spitzenpolitik frühestens ab März damit rechnen.

In der Prioritätenliste des Nationalen Impfgremiums stehen die Landes- und Bundesregierungen erst an 4. Stelle - mit den über 65-Jährigen, Personen an Risiko-Arbeitsplätzen sowie Mitarbeitern der "essentiellen Infrastruktur". Auch das Parlament fällt in diese Phase, die Ende erstes/Anfang zweites Quartal starten soll. Aus der Regierung hieß es zuletzt, dass man noch keinen Impftermin für die Ministerinnen und Minister habe. Derzeit hätten die Heime, die über 80-Jährigen sowie das Gesundheitspersonal Priorität. In der Prioritätenliste des Nationalem Impfgremiums stehen diese Gruppen an 1. Stelle ("sehr hoch").

Bürgermeister

Dutzende Bürgermeister haben sich ebenfalls bereits impfen lassen und das teils mit ihren Funktionen in den örtlichen Pflegeheimen begründet. Tatsächlich gerechtfertigt wären die Impfungen allerdings nur für "Personen mit einer regelmäßigen Tätigkeit oder regelmäßigem Aufenthalt in Alten-, Pflege- und Seniorenwohnheimen".

Politiker - und auch hier nur die Landes- und Bundesebene - folgen in der Prioritätenliste erst in der 4. Gruppe. Davor kommen noch Personen mit Vorerkrankungen und besonders hohem Risiko, weiteres Gesundheits- und Pflegepersonal sowie über 75-Jährige (2. Priorität "Hoch") und die über 70-Jährigen, Menschen in prekären Lebens- und Arbeitsverhältnissen, enge Kontaktpersonen von Schwangeren sowie Sozialberufe (3. Priorität "Erhöht").

Erst danach folgt in der 4. Prioritätsstufe ("Moderat erhöht") das "Personal in Schlüsselpositionen der Landes- und Bundesregierungen". Dazu zählen nach Informationen aus dem Parlament auch die Abgeordneten und deren "Schlüsselpersonal". Erwartet wird der Impfstart dem Vernehmen nach allerdings erst im zweiten Quartal. Ebenfalls in dieser Stufe erfasst werden über 65-Jährige sowie Menschen in Jobs, die eine Virusübertragung begünstigen (z.B. in Kühlhäusern), sowie die kritische Infrastruktur (Polizei, Feuerwehr, Verkehrs- und Versorgungsunternehmen).

Insgesamt hat das Impfgremium sieben Prioritätsstufen erstellt. Bürgermeister finden sich darauf nicht.

Quelle: Agenturen