Illegales Autorennen in Wien: Unbeteiligte getötet

12. Sept. 2022 · Lesedauer 3 min

Bei einem Rennen zweier Autofahrer in der Wiener Innenstadt ist am Sonntagabend eine unbeteiligte Person getötet worden.

Ein 26-Jähriger war mit seinem Fahrzeug am Schottenring bei Rot über eine Kreuzung gerast und gegen den Pkw einer 48-jährigen Frau geprallt, die daraufhin starb. Der leicht verletzte 26-Jährige wurde festgenommen. Der zweite Lenker stellte sich noch während der Amtshandlung, er wird von der Polizei aber vorerst lediglich als Zeuge geführt.

Fahrer missachtete rote Ampel

Zum tödlichen Unfall kam es laut Polizei-Aussendung um 19.45 Uhr bei der Wiener Börse. Der 26-Jährige war mit stark überhöhter Geschwindigkeit die Ringstraße entlanggefahren. Als er bei der Kreuzung mit der Wipplingerstraße die rote Ampel missachtete, kam es zu einem Zusammenstoß mit dem Auto der 48-Jährigen, die die Ringstraße queren wollte. Der Pkw der Frau schleuderte laut Polizeisprecher Markus Dittrich auf einen Gehsteig und mit dem Heck gegen eine Fußgängerampel, der rund 15 Jahre alte Mercedes des Rasers kam auf Straßenbahnschienen zu stehen. Beide Lenker waren jeweils allein in ihren Fahrzeugen.

In PKW eingeklemmt

Die Frau wurde in ihrem stark beschädigten Pkw eingeklemmt. Beim Eintreffen der Feuerwehr wurde die Verletzte bereits von einem zufällig anwesenden Mitarbeiter der Wiener Rettungsleitstelle versorgt, berichtete die Berufsfeuerwehr in einer Aussendung. Die Einsatzkräfte öffneten das Fahrzeug mit hydraulischem Gerät und übergaben die Frau an die Wiener Berufsrettung. Nach der notfallmedizinischen Versorgung wurde sie in den Schockraum eines Spitals gebracht, wo sie laut Polizei ihren schweren Verletzungen erlag.

Der leicht verletzte 26-Jährige machte zunächst keine Aussage. Der syrische Staatsbürger kündigte aber gegenüber der Polizei an, sich nach Rücksprache mit seinem Anwalt zu dem Unfall äußern zu wollen, berichtete Dittrich. Er wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien vorläufig festgenommen. Eine Amtsärztin stellte fest, dass der junge Mann nicht nur offenbar zu schnell, sondern auch übermüdet unterwegs war.

Der andere Lenker, der in einem schwarzen BMW unterwegs gewesen war, stellte sich noch während Amtshandlung am Sonntag. Er wird von der Polizei aber vorerst nur als Zeuge geführt. "Er wurde auch noch nicht einvernommen", hieß es auf APA-Anfrage.

Während des bis 21.30 Uhr dauernden Einsatzes war die Unfallstelle laut Feuerwehr für den Verkehr teilweise gesperrt, die Straßenbahnlinien in Richtung Donaukanal waren eingestellt. Die beiden Unfallwracks mussten aus dem Kreuzungsbereich gebracht und der beschädigter Ampelmast von den Feuerwehrleuten umgeschnitten und entfernt werden.

Quelle: Agenturen / Redaktion / msp