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Ig-Nobelpreise zum 31. Mal verliehen

10. Sept 2021 · Lesedauer 2 min

Bakterien in weggeschmissenen Kaugummis und Bärte zum Schutz vor Faustschlägen ins Gesicht: Zehn wissenschaftliche Studien, die "erst zum Lachen und dann zum Denken anregen" sollen, sind in den USA mit "Ig-Nobelpreisen" ausgezeichnet worden (gesprochen "ignoble", was übersetzt etwa unwürdig heißt). Wegen der Corona-Pandemie wurde die traditionell schrille Gala in der Nacht auf Freitag bereits zum zweiten Mal in Folge ausschließlich übers Internet veranstaltet.

Das Oberthema war in diesem Jahr "Maschinenbau". Die zum 31. Mal verliehenen undotierten Auszeichnungen sollen nach Angaben der Veranstalter "das Ungewöhnliche feiern und das Fantasievolle ehren".

So bekamen Wissenschafter aus Spanien und dem Iran einen Preis in der Kategorie Ökologie für die Nutzung genetischer Analysen. Mit deren Hilfe wurden verschiedene Arten von Bakterien identifiziert, die sich in weggeschmissenen Kaugummis finden, die auf Gehsteigen in unterschiedlichen Ländern kleben. Forscher aus den USA bekamen die Auszeichnung in der Kategorie Frieden für das Testen der Hypothese, dass Bärte in der Entwicklung des Menschen entstanden, um sich vor Faustschlägen ins Gesicht zu schützen.

Wissenschafter aus Österreich, Deutschland, Großbritannien, Neuseeland, Griechenland und Zypern bekamen die Ehrung in der Kategorie Chemie für die chemische Analyse der Luft in Kinos um zu testen, ob die von Zuschauern produzierten Gerüche zuverlässig den Grad von Gewalt, Sex, antisozialem Verhalten, Drogengebrauch und Fluchen in dem Film auf der Leinwand widerspiegeln. Forscher aus Deutschland, Großbritannien und der Türkei bekamen den Preis in der Kategorie Medizin für den Beweis, dass Orgasmen beim Sex genauso effektiv wie abschwellende Medikamente dabei helfen, die Nasenatmung zu verbessern.

Quelle: Agenturen