Saurugg zur Gas-Krise: Werden auch was spüren bei Problemen in EU

27. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Laut dem Präsidenten der Österreichischen Gesellschaft für Krisenvorsorge, Herbert Saurugg, müsse man offen über die Gas-Krise sprechen. Selbst wenn die Speicherkapazität in Österreich groß sei, so werde man die wirtschaftlichen Probleme der anderen EU-Länder auch in Österreich spüren, meint er im Newsroom LIVE.

"Offensichtlich" sitzt der russische Machthaber Wladimir Putin beim Thema Gas am längeren Hebel, bestätigt Herbert Saurugg, Präsident der Gesellschaft für Krisenvorsorge. Problematisch sei hier in Europa, aber auch besonders in Österreich, die hohe Abhängigkeit von russischem Gas. "Die Bemühungen sind wichtig, aber das lässt sich kurzfristig nicht umschichten", sagt er im Newsroom LIVE.

Wechselseitige Abhängigkeit bei Gas

"Wir haben natürlich mehr Speicher als andere Länder, aber wir sind Teil eines europäischen Verbundsystems, auch im Gas-Bereich und vor allem wirtschaftlich eng verflechtet", so Saurugg. Daher hätten wirtschaftliche Probleme in Deutschland ebenso Auswirkungen auch auf Österreich. Demnach gilt laut dem GFKV-Präsidenten: "Egal wo in Europa ein Problem auftritt – wir werden auch was davon spüren".

Gaskrise: EU fürchtet bitteren Winter

"Gas wird in vielen Prozessen benötig", daher beziehen sich laut Saurugg die Auswirkungen eines Gasmangels auch nicht ausschließlich auf das Kochen und Heizen. Die wechselseitige Abhängigkeit mache es schwierig abzuschätzen, welche Kettenreaktionen durch Störungen ausgelöst werden können.

"Offen darüber sprechen"

"Es geht auch nicht um Panik", meint Saurugg, da das Wort laut ihm oft vorgeschoben wir um "nichts zu machen". Er warnt daher vor unüberlegtem Handeln und mahnt dazu "jetzt offen darüber zu sprechen". Auch als Bürger und Bürgerin müsse man sich von der Erwartungshaltung lösen: "Es wird schon alles gut gehen". Denn auch als Einzelner könne man den eigenen Gasverbrauch einsparen.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea