APA/APA/MASURICE SHOUROT

Hang im Vorarlberger Hörbranz wieder in Bewegung

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Der am 29. April ins Rutschen geratene Hang im Vorarlberger Hörbranz (Bezirk Bregenz) ist aufgrund der zuletzt heftigen Regenfälle offenbar wieder stark in Bewegung geraten.

Bürgermeister Andreas Kresser sprach am Sonntag gegenüber dem ORF Vorarlberg von einer Rekordbewegung von zehn Metern in den vergangenen drei Tagen. Messungen am Samstag hätten innerhalb von 24 Stunden eine Bewegung von fünf Metern ergeben. Ein Wohnhaus stand noch in der kritischen Zone.

Keine akute Gefahr

Am Sonntagvormittag stürzte zudem ein leer stehender Stadel ein. Inzwischen wurde ein Objektschutz errichtet, um die Gebäude vor oberflächlichen Hangmuren zu schützen. Die Lawinen- und Wildbachverbauung sei jeden Tag an Ort und Stelle, der bereits errichtete Damm habe große Dienste geleistet, hieß es.

"Die Situation wäre sonst noch dramatischer", sagte Feuerwehrkommandant Markus Schupp dem Portal Vorarlberg Online (vol.at). Für die Anrainer bestehe keine akute Gefahr, die Entwicklungen könnten derzeit aber noch nicht abgeschätzt werden.

Vier Häuser im Gefahrenbereich

Ende April war der Waldhang im Bereich Hochreute/Halbenstein auf ungefähr 150 Metern Breite in Bewegung geraten. Bäume wurden geknickt, Geröll durch den Wald geschoben. Anrainer alarmierten die Polizei, weil beunruhigender Lärm aus dem Wald zu hören war.

Wegen des Erdrutsches waren 39 Personen aus ihren Häusern zunächst vorsorglich in Sicherheit gebracht worden. Insgesamt vier Häuser befanden sich im akuten Gefahrenbereich, drei davon mussten inzwischen bereits abgerissen werden.

ribbon Zusammenfassung
  • Der am 29. April ins Rutschen geratene Hang im Vorarlberger Hörbranz ist aufgrund der zuletzt heftigen Regenfälle offenbar wieder stark in Bewegung geraten.
  • Bürgermeister Andreas Kresser sprach am Sonntag gegenüber dem ORF Vorarlberg von einer Rekordbewegung von zehn Metern in den vergangenen drei Tagen.
  • Messungen am Samstag hätten innerhalb von 24 Stunden eine Bewegung von fünf Metern ergeben.
  • Für die Anrainer bestehe keine akute Gefahr, die Entwicklungen könnten derzeit aber noch nicht abgeschätzt werden.

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