APA - Austria Presse Agentur

Großeinsätze bei zwei Waldbränden in Tirol

08. Apr 2020 · Lesedauer 2 min

In Tirol sind am Dienstag zwei Waldbrände entstanden, einer davon an der Brennerautobahn (A13). Im Gemeindegebiet von Patsch und Vill (Bezirk Innsbruck-Land) war zur Mittagszeit ein Feuer ausgebrochen, die Autobahn musste deswegen zum Teil gesperrt werden. Der Böschungs- und Waldbrank konnte weitestgehend gelöscht werden können. Ein vollständiges "Brand aus" konnte aber noch nicht gegeben werden.

In Tirol sind am Dienstag zwei Waldbrände entstanden, einer davon an der Brennerautobahn (A13). Im Gemeindegebiet von Patsch und Vill (Bezirk Innsbruck-Land) war zur Mittagszeit ein Feuer ausgebrochen, die Autobahn musste deswegen zum Teil gesperrt werden. Der Böschungs- und Waldbrank konnte weitestgehend gelöscht werden können. Ein vollständiges "Brand aus" konnte aber noch nicht gegeben werden.

Laut Polizei wurde im Laufe des Mittwochnachmittags die Brandstelle wiederholt bewässert. Die Hauptlöscharbeiten konnten abgeschlossen werden. Damit war auch die Anschlussstelle Patsch wieder frei befahrbar, hieß es seitens der Asfinag.

Der Böschungs- und Waldbrand weitete sich in Patsch mit einer Fläche von knapp 120.000 Quadratmetern sowie in Vill mit einer Fläche von etwa 5.000 Quadratmetern aus, berichtete die Polizei. Zahlreiche Feuerwehren waren im Einsatz sowie zwei Helikopter und die Bergrettung. Die Brandursache sowie das Schadensausmaß waren noch unklar - kurz vor dem Ausbruch des Feuers war jedoch ein vom Brenner kommender Güterzug im Bereich der Brandentstehung gefahren.

In Kirchdorf (Bezirk Kitzbühel) entstand ein Wald- und Wiesenbrand, nachdem ein 70-Jähriger sogenannte "Schwendungsarbeiten" durchgeführt hatte. Nachdem er am Vormittag einige Stauden zusammengetragen hatte, entzündete der Mann das Material. Er unterschätzte allerdings den bergwärts gehenden Wind, hieß es. Der 70-Jährige verlor die Kontrolle über das Feuer, das sich rasch ausbreitete. Weil er keine Löschmittel und auch kein Telefon zur Verfügung hatte, musste er mit seinem Fahrzeug zur nahe gelegenen Fischbachalm fahren, um den Notruf abzusetzen. Auch hier waren einige Feuerwehren mit 80 Einsatzkräften an Ort und Stelle sowie zwei Hubschrauber. Am Abend gegen 19.30 Uhr konnte schließlich das Feuer bekämpft werden.

In Niederösterreich sind aufgrund der herrschenden Trockenheit mittlerweile in allen 20 Bezirken die Verordnungen zur Verhinderung von Waldbränden in Kraft. Übertretungen werden nach dem Forstgesetzes mit Geldstrafen bis zu 7.270 Euro oder mit Ersatzfreiheitsstrafe bis zu vier Wochen bestraft.

Die Verordnung besagt, dass in allen Waldgebieten des jeweiligen Verwaltungsbezirkes und in dessen Gefährdungsbereich (Nähe des Waldrandes) brandgefährliche Handlungen (wie z. B. das Rauchen, das Hantieren mit offenem Feuer, die Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen, jegliches Feuerentzünden und das Unterhalten von Feuer) verboten sind. Vor allem ist es verboten, brennende oder glimmende Gegenstände wie Zündhölzer und Rauchwaren sowie Glasflaschen und Glasscherben (Brennglaswirkung!) im Waldbereich wegzuwerfen.

Quelle: Agenturen