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Achtung!

Warnung des Alpenvereins: Große Lawinengefahr in Tirol

Heute, 11:06 · Lesedauer 2 min

Strahlender Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 20 Grad sind für die nächsten Tage prognostiziert - doch die Lawinengefahr bleibt derzeit noch hoch, vor allem auch im zuletzt lawinengeplagten Tirol.

Der Lawinenwarndienst erwartete mit Erwärmung und Sonneneinstrahlung im Tagesverlauf nasse Lawinen, speziell in höheren Lagen oberhalb der Waldgrenze könnten Wintersportler leicht Schneebretter auslösen. 

Auch der Alpenverein warnte am Mittwoch vor Touren im freien Gelände.

Lawinengefahrenstufe 4

In Tirol herrschte am Mittwoch jedenfalls nach wie vor große Gefahr - konkret Lawinengefahrenstufe 4, die zweithöchste auf der fünfteiligen Skala. Lawinen könnten laut den Experten teilweise in tiefe Schichten durchreißen und groß werden, vor allem an West-, Nord- und Osthängen. Die Gefahrenstellen seien jedenfalls zahlreich. 

Vorsicht sei vor allem im selten befahrenen Gelände sowie an Übergängen von wenig zu viel Schnee geboten, wie zum Beispiel bei der Einfahrt in Rinnen und Mulden.

Die kritische Situation rief jedenfalls am Mittwoch auch den Österreichischen Alpenverein (ÖAV) auf den Plan. In einer Aussendung wurde "eindringlich vor Touren und Variantenabfahrten im freien Gelände an den kommenden Schönwettertagen" gewarnt und auf die angespannte Situation in weiten Teilen Österreichs hingewiesen. 

Hänge über 30 Grad Neigung müssten gemieden werden

Auch angrenzende Hänge sollten unbedingt in die Planung mit einbezogen werden. Eine "defensive Strategie" bleibe oberstes Gebot - ebenso wie das Mitführen einer vollständigen Notfallausrüstung, die im Ernstfall Leben retten könne.

Seit dem 15. Februar waren in ganz Österreich zwölf Wintersportler durch Schneebretter ums Leben gekommen, neun davon in Tirol. Insbesondere Variantenfahrer waren betroffen. 

Während im Tourenbereich "nur" ein Todesopfer zu beklagen war, gab es laut dem Kuratorium für Alpine Sicherheit (ÖKAS) im Nahbereich von Skipisten elf Tote.

Video: Wie kommt es zu einem Schneerutsch?

Zusammenfassung
  • In Tirol herrscht aktuell Lawinengefahrenstufe 4, die zweithöchste Stufe, wobei Lawinen durch die erwartete Erwärmung und Sonneneinstrahlung besonders an West-, Nord- und Osthängen groß und gefährlich werden können.
  • Der Alpenverein warnt ausdrücklich vor Touren und Variantenabfahrten im freien Gelände an den kommenden Schönwettertagen und empfiehlt, Hänge mit mehr als 30 Grad Neigung sowie angrenzende Hänge konsequent zu meiden.
  • Seit dem 15. Februar starben in Österreich zwölf Wintersportler durch Schneebretter, davon neun in Tirol, wobei insbesondere Variantenfahrer betroffen waren und elf Todesfälle im Nahbereich von Skipisten verzeichnet wurden.