APA - Austria Presse Agentur

Genetische Untersuchung bestätigt Wolf in Navis in Tirol

20. Aug 2020 · Lesedauer 2 min

Die Ergebnisse der genetischen Untersuchung von Proben, die bei Schafsrissen im Gemeindegebiet von Navis (Bezirk Innsbruck-Land) genommen worden waren, haben ein weiteres Mal einen Wolfsverdacht in Tirol bestätigt. "Es wurde die DNA von einem Wolf aus der italienischen Population nachgewiesen", sagte Georg Rauter von der Vet-Med. in Wien am Donnerstag.

Die Ergebnisse der genetischen Untersuchung von Proben, die bei Schafsrissen im Gemeindegebiet von Navis (Bezirk Innsbruck-Land) genommen worden waren, haben ein weiteres Mal einen Wolfsverdacht in Tirol bestätigt. "Es wurde die DNA von einem Wolf aus der italienischen Population nachgewiesen", sagte Georg Rauter von der Vet-Med. in Wien am Donnerstag.

Außerdem sei davon auszugehen, dass auch weitere Risse aus diesem Gebiet dem nunmehr nachgewiesenen Wolf zuzuordnen sind, hieß es. Die weiteren Proben würden sich jedoch noch in Auswertung befinden. In Summe wurden den Behörden aus dem Gemeindegebiet von Navis seit 9. August zehn Schafsrisse gemeldet.

Auch das Ergebnis der DNA-Analyse einer Probe, die am 9. August bei einem toten Schaf in Pfunds (Bezirk Landeck) genommen worden war, ergab einen Wolf aus der italienischen Population. Am 17. August wurde ein weiteres totes Schaf aus Pfunds gemeldet.

Aus dem Kühtai (Bezirk Imst) wurden am Dienstag zwei tote Schafe gemeldet. Die Tiere wurden noch am selben Tag amtstierärztlich begutachtet. Es ergaben sich keine konkreten Hinweise auf Bisse. Allerdings würden die Schafe massive Unterhautblutungen aufweisen und die Herde war laut Aussage des Hirten seit einigen Tagen sehr unruhig. Es wurden Abstriche für die genetische Untersuchung genommen.

Angesichts steigender Zahlen an Schafsrissen durch Wölfe in den vergangenen Wochen und Monaten in Tirol hatte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) ein Ende der "Wolfs-Romantik" gefordert. Der Wolf habe "bei uns keinen Platz", erklärte Platter und verlangte eine Senkungen des Schutzstatus auf EU-Ebene.

Quelle: Agenturen