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Fuchs in Wiener U-Bahn beschäftigt nun die Politik

11. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Am Mittwoch tauchten in den sozialen Medien plötzlich zahlreiche Fotos von Füchsen auf, die in den Bezirken Margareten und Wieden gesichtet wurden. Es könnte sich um dasselbe Tier handeln, das es in die U-Bahn-Station Taubstummengasse schaffte und nun sogar Polizei, Wiener Linien und die Politik beschäftigt.

Ein oder mehrere Füchse hielten am Mittwoch Wien auf Trab. Das Tier selbst wurde in der Margaretenstraße aufgenommen und sogar in der U1-Station Taubstummengasse abgelichtet. 

Die Wiener Linien teilten ob der Aufregung mit, dass ihr Streckendienst "mit Licht die Strecke abgefahren" ist, das kleine Raubtier allerdings nicht finden konnte. 

Sogar die Wiener Polizei schaltete sich auf Twitter ein. Ein User wollte wissen, ob der Fuchs denn die Gans gestohlen hätte. Für die Polizei bestand jedoch kein Grund, eine Fahndung einzuleiten: "Der Gute will nur in die Hockn fahren und Sie verdächtigen gleich", so die Landespolizeidirektion. 

Der Fuchs beschäftigt nun sogar die Stadtpolitik, was dem Tier selbst allerdings ziemlich egal sein dürfte: Die Grünen Margareten sichteten das Tier auf der Margaretenstraße und posteten ein Foto auf Facebook. Die Grünen nehmen die Sichtung zum Anlass, um mehr Grünraum zu fordern: "Der Rotfuchs kommt überall in Europa vor, ist dort aber nicht nur in den Wäldern zuhause, sondern auch im urbanen Gebiet. Der Allesfresser findet somit auch in Margareten alles, was er zum Leben braucht. Ein bisschen mehr Grünraum wünscht sich dieser besondere Margaretner aber bestimmt auch". 

Maskensünder oder Nachtschwärmer?

Der Wiener FPÖ-Politiker Leo Kohlbauer hingegen sieht in dem Wildtier in der U-Bahnstation einen "Maskensünder", wie er auf Twitter wohl mit einem Seitenhieb in Richtung der vorsichtigen Corona-Politik der Stadt anmerkt. Die Wiener Kultdisko U4 wiederum will in dem Rotfuchs einen Stammgast erkannt haben - "Walk of shame vom U4 nachhause", postet der Klub unter das Foto. 

Der Fuchs ist hoffentlich wohlauf. Sichtungen auch in urbanen Gebieten sind übrigens keine Seltenheit. Man sollte sie aber nicht füttern oder gar mit ihnen spielen - sie können schnell aufdringlich werden.

Quelle: Redaktion / koa