APA - Austria Presse Agentur

Forscher benannte neue Spinnengattung nach Greta Thunberg

12. Juni 2020 · Lesedauer 2 min

Ein Forscher hat eine neue Spinnengattung nach Greta Thunberg benannt. Unter dem Namen Thunberga werden nun fünf Arten der auf Madagaskar beheimateten Riesenkrabbenspinnen zusammengefasst, wie das Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum am Freitag in Frankfurt mitteilte. Im Vorjahr wurde bereits in London ein Käfer aus Nairobi auf den Namen "Nelloptodes gretae" getauft.

Ein Forscher hat eine neue Spinnengattung nach Greta Thunberg benannt. Unter dem Namen Thunberga werden nun fünf Arten der auf Madagaskar beheimateten Riesenkrabbenspinnen zusammengefasst, wie das Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum am Freitag in Frankfurt mitteilte. Im Vorjahr wurde bereits in London ein Käfer aus Nairobi auf den Namen "Nelloptodes gretae" getauft.

Im Falle der Spinnen wollte Senckenberg-Arachnologe Peter Jäger mit der Namenswahl bewusst an das Engagement der schwedischen Umweltaktivistin gegen den Klimawandel erinnern und auf die Bedrohung der Artenvielfalt aufmerksam machen. Riesenkrabbenspinnen bauen keine Netze, sondern sind als aktive Jäger bekannt. Die von dem Forscher beschriebene bisher unbekannte Gattung unterscheidet sich von anderen Riesenkrabbenspinnen vor allem durch die einzigartige Bezahnung ihrer Kieferklauen sowie ihren außergewöhnlich gepunkteten Vorderleib.

Jäger beschrieb in den vergangenen 20 Jahren demnach viele neue Spinnenarten. "Thunberga greta" ist die 400. Art, die er entdeckte. Eine südostasiatische Riesenkrabbenspinne benannte er bereits nach dem Sänger David Bowie - Heteropoda davidbowie.

Neben der Spinnengattung aus Madagaskar gibt es bereits eine Käferart, die ebenfalls nach der Umweltaktivistin benannt wurde. Ende Oktober taufte ein Mitarbeiter des Londoner Naturkundemuseums den winzigen, augen- und flügellosen Vertreter der Käferfamilie Ptiliidae nach Greta Thunberg. Der "Nelloptodes gretae" wurde bereits in den 60er-Jahren in Nairobi entdeckt, lagerte jedoch seither lange Zeit namenlos in den Museumsbeständen.

Quelle: Agenturen