APA - Austria Presse Agentur

Feuer zerstörte tausend Gebäude in Colorado

01. Jan 2022 · Lesedauer 2 min

Die verheerenden Brände im US-Bundesstaat Colorado zerstörten bereits fast 1.000 Häuser und Gebäude. Drei Menschen galten laut Katastrophenschutz als vermisst, sieben wurden verletzt. Die Behörden wollen mit Hunden nach Vermissten suchen, sobald es die Lage zulässt.

Die Feuer hatten sich am Donnerstag rasch ausgebreitet, begünstigt von einem Sturm mit Windspitzen von 177 km/h, der die Löscharbeiten erschwerte. In den Orten Louisville und Superior flüchteten Zehntausende Einwohner vor den Flammen.

Hausdurchsuchung wegen Brandursache

Zunächst spekulierten die Behörden, dass vom Wind umgerissene Stromleitungen die für die Winterzeit in der Region untypischen Feuer ausgelöst hatten. Sheriff Joe Pelle sagte jedoch am Samstag, es seien keine kaputten Stromleitungen gefunden worden. Es gebe wegen der Brände einen Durchsuchungsbefehl, sagte er - ohne weitere Details zu nennen.

24 Quadratkilometer abgebrannt

Eine seit Monaten andauernde Dürre in der Region hatte die Ausbreitung der Feuer begünstigt. Verbliebene Glutherde wurden in der Nacht zum Samstag mit rund 20 Zentimeter Neuschnee bedeckt, weswegen das Feuer nicht mehr als bedrohlich galt. Der als "Marshall Fire" bezeichnete Brand hatte sich Medienberichten zufolge auf einer Fläche von etwa 24 Quadratkilometern ausgebreitet.

"Katastrophe im Zeitraffer"

Auf Luftbildern waren ganze Straßenzüge zu sehen, in denen nur noch ein Haufen Asche von den Häusern übrig war. "Das war eine Katastrophe im Zeitraffer", erklärte Colorados Gouverneur Jared Polis. "Viele Familien hatten nur Minuten, um was immer sie konnten - ihre Haustiere, ihre Kinder - ins Auto zu setzen und wegzufahren."

Polis hatte für den Bezirk nordwestlich der Regionalhauptstadt Denver bereits am Donnerstag den Notstand erklärt. US-Präsident Joe Biden genehmigte zudem eine Notstandserklärung nach Bundesrecht, was zusätzliche Hilfe für die Betroffenen ermöglicht.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam