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FBI-Hinweis: 15-jähriger Salzburger in U-Haft

12. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Dem FBI dürfte der User aus Österreich im Rahmen eines weltweiten Internetmonitorings nach radikalislamistischen Inhalten aufgefallen sein.

In der Justizanstalt in Puch-Urstein (Tennengau) sitzt seit Ende Juni ein 15 Jahre alter Schüler wegen des Vorwurfs der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung in Untersuchungshaft. Wie die "Salzburger Nachrichten" am Dienstag berichteten, soll der in Salzburg geborene und hier lebende Tschetschene von Oktober 2020 bis Juni 2022 auf diversen Internetplattformen Propaganda- und Hinrichtungsvideos der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) geteilt haben.

Zudem steht er im Verdacht, salafistisch-jihadistische Lobpreisungen und Kampflieder für den "Heiligen Krieg" gegen die Ungläubigen geteilt und teils auch auf sein Benutzerkonto hochgeladen zu haben. In Chats auf einer Messenger-App äußerte der 15-Jährige zudem den Wunsch, sich auch selbst dem IS anzuschließen zu wollen. Nicht zuletzt wurden auf dem Handy des Jugendlichen PDF-Dokumente gefunden, die zeigen, wie ein Sprengsatz hergestellt wird.

FBI

Auf die Spur kamen die Ermittler dem Burschen laut "Salzburger Nachrichten" durch Hinweise des amerikanischen FBI. US-Bundespolizisten dürfte der User aus Österreich im Rahmen eines weltweiten Internetmonitorings nach radikalislamistischen Inhalten aufgefallen sein.

Die U-Haft über den Schüler wurde vom Landesgericht wegen Flucht- und Tatbegehungsgefahr verhängt. Sie könne laut dem damaligen richterlichen Beschluss nicht durch gelindere Mittel ersetzt werden, solange es beim Beschuldigten zu keinem Abbau seiner extremistischen Ansichten komme.

Quelle: Agenturen / Redaktion / moe