Fast jeder Zweite in Österreich hat noch nie gefastet
Acht Prozent fasten demnach regelmäßig, unabhängig von der Fastenzeit rund um Fasching und Ostern, sechs Prozent halten die klassische 40-tägige Fastenperiode (ohne Sonntage) ein. Weitere sechs Prozent fasten beispielsweise an bestimmten Wochentagen und fünf Prozent für eine bestimmte Zeit, etwa ein bis zwei Wochen, während vier Prozent die gesamte Fastenzeit (inklusive Sonntage) fasten wollen.
Die Fastenzeit habe somit für viele Menschen (86 Prozent) an traditioneller Bedeutung verloren. Als "bewusste Auszeit für Körper und Geist" habe sie aber Bedeutung, so die Autoren. 65 Prozent fasten denn auch, um Gesundheit und Wohlbefinden zu steigern. 43 Prozent wollen ihr Gewicht reduzieren. Mehr als ein Drittel gab an, einen bewussteren Umgang mit Konsum entwickeln zu wollen. Religiöse oder traditionelle Beweggründe treten hingegen deutlich in den Hintergrund.
Am häufigsten verzichtet wird auf Alkohol (42 Prozent) und Zucker (41 Prozent). Mehr als ein Drittel lässt süße, salzige oder saure Snacks weg. Deutlich seltener genannt werden der Verzicht auf Koffein (sieben Prozent) oder Nikotin (elf Prozent). Fasten werde nicht als Diät, sondern als bewusste Reduktion einzelner Konsumgewohnheiten interpretiert und so alltagstauglich wie möglich gestaltet.
Positive Effekte
Fast die Hälfte der Befragten berichtete von einem gesteigerten körperlichen Wohlbefinden, mehr als ein Drittel von Gewichtsreduktion. Rund 30 Prozent verspüren mehr Energie im Alltag. Negative Begleiterscheinungen wie körperliche Beschwerden (neun Prozent) oder Gereiztheit (sechs Prozent) werden selten genannt. "Die Ergebnisse zeigen sehr klar, dass Fasten heute vor allem als bewusste Pause verstanden wird - nicht als Verzicht um jeden Preis, sondern als Chance, dem eigenen Körper etwas Gutes zu tun", sagte Julia Menzl von der Firma Thermomix Österreich.
Zusammenfassung
- 46 Prozent der Österreicher:innen haben laut einer aktuellen Umfrage noch nie gefastet, während 22 Prozent auch heuer keinen Verzicht planen und nur 30 Prozent Fasten als fixen Teil ihres Lebensstils sehen.
- Die traditionelle Bedeutung der Fastenzeit hat für 86 Prozent an Relevanz verloren, stattdessen stehen gesundheitliche Motive (65 Prozent) und der Wunsch nach mehr Wohlbefinden im Vordergrund.
- Am häufigsten wird auf Alkohol (42 Prozent) und Zucker (41 Prozent) verzichtet, wobei fast die Hälfte der Befragten von gesteigertem Wohlbefinden und 30 Prozent von mehr Energie im Alltag berichten.
