Fall Leonie: Verdächtige erzählten Bekannten von der Tat

12. Juli 2021 · Lesedauer 3 min

Muhammed Majid kennt die Tatverdächtigen im Fall Leonie. Er half der Polizei bei der Festnahme des 18-Jährigen und des 16-Jährigen. Im PULS 24 Interview erzählt er, wie es dazu kam. Beide Afghanen haben ihm von der Tat erzählt.

In einem exklusiven Interview erzählt der 19-jährige Muhammed Majid, wie es zur Festnahme des 18- und des 16-jährigen Tatverdächtigen gekommen sei. Er selbst half der Polizei bei den Festnahmen. Zudem sei er mit allen vier Tatverdächtigen bekannt. Beide Tatverdächtigen erzählte ihm von der Nacht, in der Leonie starb.

Tatverdächtiger: "Es gibt was Besseres"

Einen Tag nach dem Todesfall habe er den 18-Jährigen angerufen, um sich mit ihm zu treffen. Es ging um eine Jogginghose, die sich der Tatverdächtige von einem Freund Muhammeds ausgeborgt habe. Der 18-Jährige habe ihm dann am Telefon gesagt: "Vergiss die Hose. Es gibt was Besseres", wie der 19-Jährige im PULS 24 Interview erzählt.

Die beiden Männer haben sich laut seiner Aussage in der U1 bei der Station Praterstern getroffen. Dort soll ihm der Afghane von der Tat erzählt haben. Er gab an, dass das Mädchen 18 Jahre alt war. Es sei mit dem 21-Jährigen und dem 16-Jährigen freiwillig in die Wohnung des 18-Jährigen gegangen. Dort soll sie freiwillig drei Ecstasy-Tabletten eingenommen haben. Die beiden Männer wollten Sex mit ihr, das soll sie abgelehnt haben, wie der 18-Jährige wohl Muhammed erzählte.

"Sie wollten sie wach machen"

Der 21-Jährige und der 16-Jährige sollen dann Leonie sieben Stück Ecstasy-Tabletten in eine Flasche getan haben. Danach sollen die beiden Männer das Mädchen vergewaltigt haben. "Sie wollten sie wach machen" erzählt Muhammed. Da das Mädchen jedoch bewusstlos blieb, haben die Männer sie an den Baum gelehnt. Der 18-Jährige erzählte Muhammed, dass er nichts mit der Tat zu tun habe. Er wollte lediglich schlafen gehen, da er am nächsten Tag in die Arbeit musste. Muhammed redete dem 18-Jährigen ins Gewissen und soll ihm gesagt haben, dass, wenn dieser sich nicht freiwillig bei der Polizei stellte, er die Tat melden werde.

Auf der Donauinsel traf sich Muhammed nach der Festnahme des 18-Jährigen dann mit dem 16-jährigen Tatverdächtigen. Auch dieser erzählte ihm von der Tat.  Während des gesamten Treffens war Muhammed in Kontakt mit der Polizei. Er spielte dem 16-Jährigen einen Drogendeal vor. So soll es dann auch zur zweiten Festnahme gekommen sein.

PULS 24 spricht mit Thomas Nirk, dem Verteidiger des 18-jährigen tatverdächtigen Wohnungsmieters, im Fall Leonie.

Zuletzt hatte der Anwalt des 18-jährigen Tatverdächtigen, Thomas Nirk, im PULS 24 Interview gesagt, dass es zu keiner Vergewaltigung gekommen sein. Sein Mandant habe sich schuldig der unterlassenen Hilfeleistung bekannt. Mit der Tat selbst habe er nichts zu tun. Für Nirk seien die Angaben seines Mandanten durchaus schlüssig und durch Fakten gestützt.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea