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Europol ging gegen synthetische Drogen vor

Heute, 09:50 · Lesedauer 1 min

Europol hat seinen bisher "größten Einsatz aller Zeiten" gegen synthetische Drogen geführt und dabei einen der wichtigsten Dealerringe zerschlagen. Die jahrelang vorbereitete Aktion unter Beteiligung der Polizeibehörden aus Deutschland und fünf weiteren EU-Ländern habe zur Festnahme von 85 Verdächtigen geführt, hieß es am Mittwoch. Unter den Festgenommenen seien die beiden mutmaßlichen Bosse.

Europol zufolge lösten die Behörden insgesamt 24 Drogenlabore von "industriellem Maßstab" auf und beschlagnahmten rund tausend Tonnen an Chemikalien, die zur Herstellung von Drogen wie MDMA, Amphetaminen und Methamphetamin verwendet worden seien. Neben der deutschen Polizei waren Kollegen aus Belgien, Polen, Spanien und Tschechien beteiligt.

Bei den mutmaßlichen Anführern des Drogenrings handelt es sich demnach um zwei polnische Staatsbürger, ihnen drohen in ihrem Heimatland Freiheitsstrafen von bis zu 20 Jahren. Auch ein Großteil der weiteren Festgenommenen seien Polen, so Europol.

Zusammenfassung
  • Europol hat mit Unterstützung der Polizei aus Deutschland, Belgien, Polen, Spanien und Tschechien seinen bislang größten Einsatz gegen synthetische Drogen durchgeführt und dabei 85 Verdächtige festgenommen.
  • Die Behörden haben 24 Drogenlabore von industriellem Maßstab aufgelöst und rund 1.000 Tonnen Chemikalien zur Herstellung von MDMA, Amphetaminen und Methamphetamin beschlagnahmt.
  • Unter den Festgenommenen befinden sich die beiden mutmaßlichen polnischen Bosse des Rings, denen in ihrem Heimatland bis zu 20 Jahre Haft drohen.