Erste Lufttests nach Asbest-Nachweis im Burgenland
An den ersten Standorten in Oberwart, Unterwart sowie Rechnitz und Neumarkt wird jeweils mittels dreier Standgeräte über acht Stunden eine Untersuchung der Außenluft auf deren Asbestgehalt durchgeführt. Weiters wird an ausgewählten frequentierten Standorten mittels Personalsample eine Luftmessung gemacht. Um unterschiedliche Bedingungen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit abzudecken, sind mehrere Messdurchgänge geplant. Die Luftmessung sei stark von der Witterung abhängig, da diese die Ausbreitung, Anreicherung oder Verdünnung von Schadstoffen direkt beeinflusst.
Die Messung erfolgt, indem ein der menschlichen Atmung nachempfundener Volumenstrom mittels Pumpe über einen Goldfilter gezogen wird. Die dabei gesammelten Fasern werden mit einem Rasterelektronenmikroskop identifiziert, vermessen und ausgezählt. Die hochgerechnete Zahl an Fasern, verschnitten mit dem angesaugten Luftvolumen ergibt dann rechnerisch die Faserzahl pro angesaugtem Luftvolumen.
Die Nutzungssimulation orientiert sich dabei an der Örtlichkeit, hieß es. Im Bereich einer Schüttfläche in einem Gewerbegebiet wurde etwa der Messbereich durch einen herumfahrenden Lkw genutzt, um das Faserfreisetzungspotenzial zu erheben.
Gemeinden können Plätze testen lassen
Die Taskforce erstellte einen Beprobungsplan, wobei dieser aufgrund der Witterung laufend aktualisiert wird. Laut Landesmedienservice können sich Gemeinden bei der vom Land initiierten Taskforce melden, wenn sie Plätze in ihrem Gemeindegebiet testen lassen wollen. Dies haben bereits ein paar gemacht.
Betont wurde weiters, dass die Gesundheit der Bevölkerung "oberste Priorität" habe. Alle notwendigen und gesetzlich vorgesehenen Maßnahmen würden seitens der Behörde gesetzt. Die Handlungsempfehlungen der Taskforce sehe das Land als "maßgeblich" an.
Zusammenfassung
- Im Südburgenland haben nach dem Asbest-Nachweis durch Greenpeace an den ersten Standorten in Oberwart, Unterwart, Rechnitz und Neumarkt Luftmessungen begonnen, wobei jeweils drei Standgeräte über acht Stunden eingesetzt werden.
- Die Messungen werden in mehreren Durchgängen unter verschiedenen Wetterbedingungen durchgeführt und umfassen neben stationären Geräten auch Personalsamples an stark frequentierten Orten.
- Gemeinden können sich bei der vom Land eingerichteten Taskforce melden, um Plätze testen zu lassen, und mehrere Kommunen haben bereits Interesse angemeldet.
