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Entschuldigung von Nestlé-Chef nach Rückruf von Babynahrung

Heute, 08:38 · Lesedauer 2 min

Nestlé-Chef Philipp Navratil hat sich für einen kürzlich erfolgten Rückruf von Babynahrung entschuldigt. "Ich möchte mich aufrichtig für die Sorgen und Unannehmlichkeiten entschuldigen, die dies verursacht haben könnte", sagte er in einer am Dienstagabend veröffentlichten Videobotschaft. Es gebe jedoch bisher keine bestätigten Krankheitsfälle im Zusammenhang mit den betroffenen Produkten.

Im Dezember sei ein Qualitätsproblem in einem Werk in den Niederlanden festgestellt worden. Eine Untersuchung habe ergeben, dass die Ursache ein bestimmter Rohstoff von einem der Zulieferer gewesen sei. Daraufhin habe Nestlé die Auslieferung aller Produkte mit dem betroffenen Rohstoff sofort gestoppt. Zudem sei Anfang Jänner in Abstimmung mit den Behörden in allen betroffenen Ländern ein vorsorglicher Rückruf eingeleitet worden. Die Rückrufe seien aufgrund der staatlich vorgeschriebenen Verfahren für diese Produkte schrittweise in den einzelnen Ländern bekanntgegeben worden.

"Alle Rückrufe sind inzwischen bekanntgegeben worden", sagte Navratil. Angaben auf der Nestlé-Website zufolge sind Produkte in rund 60 Ländern auf allen Kontinenten zurückgerufen worden, darunter auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Betroffen sind früheren Angaben zufolge bestimmte Chargen der Produkte SMA, Beba, NAN und Alfamino. Grund ist eine mögliche Verunreinigung mit Cereulid, einem Giftstoff, der Übelkeit und Erbrechen verursachen kann. Österreichs Gesundheitsministerium sprach vom größten Rückruf in der Geschichte von Nestlé.

Zusammenfassung
  • Nestlé hat Anfang Jänner einen vorsorglichen Rückruf von Babynahrung in rund 60 Ländern, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz, eingeleitet, nachdem im Dezember ein Qualitätsproblem in einem Werk in den Niederlanden festgestellt wurde.
  • Betroffen sind bestimmte Chargen der Marken SMA, Beba, NAN und Alfamino, die möglicherweise mit dem Giftstoff Cereulid verunreinigt waren, wobei bislang keine bestätigten Krankheitsfälle gemeldet wurden.
  • Das österreichische Gesundheitsministerium bezeichnete den Rückruf als den größten in der Geschichte von Nestlé; Nestlé-Chef Philipp Navratil entschuldigte sich öffentlich für die entstandenen Sorgen und Unannehmlichkeiten.