APA - Austria Presse Agentur

Das große Warten auf EMA-Entscheidung zu AstraZeneca

18. März 2021 · Lesedauer 2 min

Die EU-Arzneimittelagentur EMA will am Donnerstag eine neue Empfehlung für die Vorgangsweise mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca abgeben.

Das Nationale Impfgremium (NIG) hat in Österreich gemäß der bisherigen EMA-Einschätzung vorerst zu keinem Impfstopp geraten. "Ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis besteht unverändert", hatte das NIG zuletzt zu noch ungeklärten Thrombose-Fällen nach Impfungen betont.

EMA will  "alle erforderlichen Empfehlungen" abgeben

Mehrere EU-Staaten setzten die Immunisierungen mit dem AstraZeneca-Vakzin diese Woche nach vereinzelten Thrombosen und Embolien bei Geimpften vorübergehend aus. Der von dem britisch-schwedischen Pharmakonzern gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelte Impfstoff wurde in Großbritannien bereits millionenfach verabreicht. Dabei - und in vorangegangenen klinischen Studien mit Zehntausenden Probanden - waren keine Auffälligkeiten bezüglich Thrombosen festgestellt worden. Das EMA-Sicherheitskomitee PRAC (Pharmacovigilance Risk Assessment Committee) will in seiner Sitzung am Donnerstag die verfügbaren Informationen bewerten und "alle erforderlichen Empfehlungen für weitere Maßnahmen abgeben".

Kurz rechnet mit EMA-Zustimmung

Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ging in der "ZiB2" Mittwochabend davon aus, dass sich die EMA nicht gegen das AstraZeneca-Vakzin aussprechen wird. Er rechne nicht damit, dass die EU-Arzneimittelagentur einen Stopp dieser Impfungen empfehlen werde, denn die EMA selbst habe den Impfstoff zugelassen. Der Impfstoff sei für Europa "extrem relevant", ein Stopp "wäre ein massiver Rückschlag", sagte Kurz und bekräftigte auch neuerlich, dass er AstraZeneca für sicher hält. "Es sterben in Europa täglich über 1.000 Menschen an Corona. Die Gefahr ist das Virus und nicht die Impfung."

Quelle: Agenturen