APA - Austria Presse Agentur

WAC bremste Austria aus - Admira mit drei Punkten

02. Okt 2021 · Lesedauer 4 min

Die Wiener Austria ist am Samstag nach sechs Spielen ohne Niederlage wieder einmal als Verlierer vom Platz gegangen. Die Veilchen mussten sich in der 10. Bundesliga-Runde beim WAC 0:1 geschlagen geben. Im Duell zwischen Ried und Klagenfurt gab es keinen Sieger, das Spiel endete 1:1. Drei Punkte fuhr die Admira mit einem 2:0-Sieg gegen Altach ein. Meister Salzburg spielt am Sonntag gegen den LASK. Hartberg empfängt Sturm, im Duell der Kellerkinder gastiert Tirol bei Rapid.

Der WAC hat also den Lauf der Wiener Austria gebremst und ist nach drei sieglosen Spielen aus seinem eigenen Minitief getaucht. Tai Baribo machte beim 1:0-Heimsieg der Kärntner den Unterschied. Der WAC schob sich auf Rang fünf vor, die siebentplatzierte Austria ging nach sechs ungeschlagenen Spielen (zwei Siege, vier Remis) wieder einmal als Verlierer vom Platz.

Nach einer munteren Startphase mit Chancen auf beiden Seiten - Marco Djuricin verzog nach einem Blackout von Luka Lochoshvili (3.) wie auf der Gegenseite Baribo (7.) - war Neutralisation angesagt. Der WAC hatte vermehrt den Ball, die Austria hielt mit Zweikampfstärke dagegen.

Der WAC spielte mit neuer Hintermannschaft, Adis Jasic gab sein Startelfdebüt - als Rechtsverteidiger. Der 18-Jährige trat nach dem ersten WAC-Warnschuss durch Eliel Peretz (36.) auch als Versender einer Maßflanke für Baribo in Erscheinung. Der Adressat bewies das richtige Timing, spitzelte den Ball noch vor Lukas Mühl mit dem ersten Kontakt am Fünfer ins Tor (43.). Der Sommerneuzugang aus Israel schrieb sein fünftes Saisontor an.

Was folgte, war ein ambitionierter, aber brotloser Gastauftritt der Veilchen. Die Austria war in Hälfte zwei das aktivere Team, weil aber Djuricin (51./Kopfball) und Fischer (57./weit drüber) ihr Visier nicht richtig eingestellt hatten, musste Kofler auch nach einer Stunde keinen Ball halten. Die Austria suchte im Finish mit Alexander Grünwald und Noah Ohio nach mehr Durchschlagskraft, fand sie aber nicht. Der WAC holte damit vor 2.795 Zuschauern den erst zweiten Heimsieg der Saison.

Keinen Sieger brachte das Duell der Überraschungsteams der bisherigen Saison . Die SV Ried und Austria Klagenfurt trennten sich in der zehnten Runde nach Treffern von Seifedin Chabbi (4.) beziehungsweise Turgay Gemicibasi (56.) 1:1, womit die in den zweiten 45 Minuten drückend überlegenen Kärntner weiterhin unmittelbar vor den punktegleichen Innviertlern an der dritten Stelle liegen.

Die Zuschauer in Ried bekamen zwei konträre Hälften zu sehen. Zunächst stand die Partie im Zeichen der Hausherren, denen eine schnelle Führung gelang. Nach optimalem Zuspiel von Stefan Nutz schob Chabbi den Ball an Klagenfurt-Goalie Phillip Menzel vorbei ins lange Eck. In der zwölften Minute hatte die Austria Glück - Menzel legte Chabbi im Strafraum, Schiedsrichter Alan Kijas sah aber ebenso wie der Videoassistent keinen Grund, einen Elfmeter zu verhängen.

Die Klagenfurter Austria verzeichnete in der ersten Hälfte keine wirklich gefährliche Offensivaktion. Das sollte sich nach dem Seitenwechsel ändern: Die erste Topchance der Gäste ließ Patrick Greil aus, dessen Dropkick aus guter Position weit über das Tor zischte (53.). Drei Minuten später schlug Alex Timossi Andersson eine Maßflanke zur Mitte, Gemicibasi wurde sträflich allein gelassen und stellte volley auf 1:1.

Danach vergaben die Klagenfurter zahlreiche gute Gelegenheiten auf die Führung. Im Finish brannte es im Rieder Sechzehner lichterloh, Klagenfurt vergab beinahe im Minutentakt Chancen, so etwa Tim Maciejewski (79.), Greil (81.), Nicolas Wimmer (87.) und Rieder (91.). Die Oberösterreicher überstanden diese Drangphase mit viel Glück und sind damit bereits seit zehn Liga-Heimspielen ungeschlagen.

Im dritten Spiel des Tages hat Admira Wacker dem Wunsch ihres Trainers Andreas Herzog Folge geleistet und einen 2:0-Heimsieg über Altach gefeiert. "Wir müssen uns endlich belohnen", hatte Herzog gefordert, die Niederösterreicher sorgten dank der Treffer von Thomas Ebner (8.) und Marlon Mustapha (52.) sowie einer dominanten Vorstellung in der zweiten Hälfte genau dafür.

In der Tabelle kletterte die Herzog-Elf dank des dritten Saisonsiegs vorerst auf Platz sechs. Altach, das bereits seit sechs Runden sieglos ist, hängt drei Punkte hinter der Admira auf Platz neun fest.

Quelle: Agenturen