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Einigung mit Rektorat: Hörsaal-Besetzung in Salzburg beendet

13. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Nach rund vier Wochen haben am Montagabend die Aktivistinnen und Aktivisten der Gruppe "Erde brennt Salzburg" die Besetzung von drei kleineren Hörsälen der Universität Salzburg beendet.

In einer gemeinsamen Abschlusserklärung von Rektorat, ÖH und Besetzern verpflichtete sich das Rektorat unter anderem dazu, dem gesamten wissenschaftlichen Personal eine Fortbildung zum Thema "Didaktik der Klimagerechtigkeit" anzubieten.

Neue Lehrveranstaltungen zu Klimakrise 

Darüber hinaus sollen ab dem Sommersemester 2023 mindestens zwei weitere Lehrveranstaltungen geschaffen werden, die den Studierenden eine interdisziplinäre Auseinandersetzung mit der Klimakrise ermöglichen. Angedacht sind auch eine Ringvorlesung zum Themenkreis und ein Preis für Lehre, welche die vielfältigen Aspekte der Klimakrise besonders gut vermittelt. Das Rektorat erkannte in der Erklärung auch an, dass die Umsetzung der Maßnahmen personelle Ressourcen benötigt und bereits vorhandenen Stellen "vor dem Hintergrund der jeweiligen finanziellen Möglichkeiten" ausgebaut werden müssen.

Erfolg für Uni-Besetzer

Die Besetzer bewerteten die Aktion als Erfolg. "Wir haben Lehrende und Studierende für das Thema sensibilisiert", erklärte eine teilnehmende Studentin. "Es ist aber auch klar: Es muss weitergehen. Es braucht dringend eine Mobilitäts- und Energiewende. Hier ist auch die Stadt-, Landes- und Bundesregierung in der Pflicht jetzt zu handeln." Zugleich wolle man sicherstellen, dass die Universität die Forderungen auch umsetzt.

In Salzburg hatte die Besetzung im Unipark Nonntal am 16. November mit rund 50 bis 60 Aktivisten begonnen, zuletzt bildeten rund 15 Personen den Kern des Protests. Das Rektorat der Universität Salzburg hat die Anliegen der Studierenden von Beginn an unterstützt. Rektor Hendrik Lehnert hatte gegenüber der APA etwa Blockaden oder Räumungsmaßnahmen ausgeschlossen. Und auch in der Abschlusserklärung hieß es nun: Das Rektorat sehe davon ab, Aktivistinnen und Aktivisten nachträglich für die Teilnahme an der Besetzung straf-, zivil- oder universitätsrechtlich zu belangen.

Quelle: Agenturen / Redaktion / ddj