APA - Austria Presse Agentur

Ein Verdächtiger nach Schüssen in Austin gefasst

13. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Bei einem Zwischenfall in Austin im US-Bundesstaat Texas sind in der Nacht auf Samstag mindestens 14 Menschen teilweise schwer durch Schüsse verletzt worden. Zwei Personen befänden sich weiterhin in kritischem Zustand, teilte die Polizei am Samstag (Ortszeit) mit. Ermittler konnten einen von zwei Verdächtigen fassen, wie die Stadt in der Nacht auf Sonntag via Twitter meldete. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei fast allen Verletzten um unbeteiligte Dritte handelt.

Viele Menschen seien im Ausgehviertel im Zentrum der texanischen Hauptstadt unterwegs gewesen, als die Schüsse gegen 1.30 Uhr morgens fielen, sagte Polizeichef Joseph Chacon bei einer Pressekonferenz. Die Polizei wertete am Wochenende Videomaterial unter anderem von Überwachungskameras und polizeilichen Körperkameras aus.

Bandenkriminalität könne nicht ausgeschlossen werden, Motiv und Umstände seien aber nicht abschließend geklärt. Die Polizei nimmt an, dass es sich um einen "isolierten Vorfall zwischen zwei Parteien" handele. Beide Verdächtige seien männlich.

Chacon zeigte sich betroffen. "Wir bleiben insgesamt eine sichere Stadt", sagte er. "Wenn wir in unserer Stadt einen Vorfall dieses Ausmaßes haben, dann empfinden wir als Bürger Mitgefühl, auch wenn wir nicht direkt dabei waren." Den Einwohnern Austins sicherte er zu: "Wir werden die Verantwortlichen festnehmen." Chacon berichtete, dass sich Polizisten während des Vorfalls in der Nähe des Tatorts befanden und daher binnen weniger Sekunden Erste Hilfe leisten konnten.

"Der Anstieg von lokaler Schusswaffengewalt zum Ende der Pandemie hin geht einher mit einem beunruhigenden Anstieg von Schusswaffengewalt im ganzen Land", schrieb Austins demokratischer Bürgermeister Steve Adler am Samstag auf Twitter. "Eines ist klar - ein größerer Zugang zu Schusswaffen bedeutet nicht größere Sicherheit für die Öffentlichkeit." In den USA kommt es immer wieder zu tödlichen Zwischenfällen mit Waffen, die dort leicht zu kaufen sind.

Quelle: Agenturen