Drittes Todesopfer nach Lawine in Südtirol
Damit stieg die Bilanz der Todesopfer auf drei. Bereits am Samstag hatten zwei Südtiroler ihr Leben verloren. Bei den Todesopfern handelt es sich um einen 62-jährigen Bergführer einer Gruppe österreichischer Skialpinisten und um einen in Österreich lebenden 56-Jährigen. In kritischem Zustand befanden sich noch ein 44-jähriger Österreicher und ein Deutscher. Außerdem wurden zwei deutsche Skifahrer leicht verletzt.
Die Lawine ging gegen 11.40 Uhr an der Rudererspitze auf etwa 2.445 Metern oberhalb der Gewinges Alm ab, wie der Südtiroler Gesundheitsbetrieb meldete. Mehrere Skitouren-Gruppen mit rund 30 Personen waren in diesem Gebiet unterwegs. Sechs Personen einer Gruppe, die sich im Aufstieg befand, wurden verschüttet. Im Einsatz standen drei Notarzthubschrauber. Über 80 Rettungseinheiten waren im Einsatz, um die Verschütteten zu bergen. Für Samstag hatte der Lawinenlagebericht von Meteo Trentino eine Gefahrenstufe 2 ("mäßig") auf einer fünfstufigen Skala angegeben.
2026 wird als tragisches Jahr für die italienischen Alpen in Erinnerung bleiben. Seit Anfang 2026 sind 34 Menschen ums Leben gekommen, das ist ein Negativ-Rekord in Europa. Instabile Schneeschichten und unberechenbare Wetterbedingungen führten in den norditalienischen Regionen Trentino, Lombardei, Aostatal und Piemont zuletzt wiederholt zu mehreren Rettungseinsätzen.
Zusammenfassung
- Nach dem Lawinenunglück an der Rudererspitze in Südtirol ist die Zahl der Todesopfer auf drei gestiegen, nachdem eine 26-jährige Frau aus Brescia im Innsbrucker Krankenhaus ihren Verletzungen erlag.
- Bereits am Samstag kamen ein 62-jähriger Bergführer und ein 56-jähriger in Österreich lebender Mann ums Leben, während ein 44-jähriger Österreicher und ein Deutscher weiterhin in kritischem Zustand sind.
- 2026 ist mit bislang 34 Todesopfern das bislang tödlichste Jahr für Lawinenunglücke in den italienischen Alpen, wobei bei dem aktuellen Unglück über 80 Rettungskräfte und drei Notarzthubschrauber im Einsatz waren.
