APA - Austria Presse Agentur

Die wichtigsten Infos zu den Corona-Massentests

30. Nov 2020 · Lesedauer 6 min

Diese Woche starten in den ersten Bundesländern die Massentests. PULS 24 informiert Sie, wo Sie sich in ihrem Bundesland testen lassen können und wie Sie sich anmelden.

Am Dienstag geht’s los. In der zweitausend Einwohner Gemeinde Annaberg-Lungötz werden um 08:00 Uhr die ersten Massentests durchgeführt. 

Am Freitag starten die Tests auch in Wien, Tirol und Vorarlberg. Ab wann sie sich in den anderen Bundesländern testen können, wie Sie sich anmelden und was die Tests bringen, lesen Sie hier.

Ab wann kann ich mich in meinem Bundesland testen lassen?

In Wien starten die Massentests diesen Freitag. Sie können sich bis zum 13. Dezember testen lassen.

In Tirol und Vorarlberg finden die Massentests dieses Wochenende, vom 4. bis 6. Dezember statt.

Vom 10. bis 15. Dezember finden die Tests im Burgenland statt. Einen Tag später startet Oberösterreich, dort können Sie sich bis zum 14. Dezember testen lassen.

In Niederösterreich, Kärnten, Salzburg und der Steiermark finden die Tests vom 12. bis 13. Dezember statt.

Die Öffnungszeiten der Antigen-Testlokale sind in den Bundesländern und Gemeinden unterschiedlich. Am Ende des Artikels verlinken wir die Infoseiten der Bundesländer.

Muss ich mich für die Tests anmelden?

In einigen Bundesländern ist eine Anmeldung nötig. Eine derartige Aktion ohne Anmeldung durchzuführen sei "undenkbar", sagt etwa Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker. Dort können Sie sich ab Dienstag über das Anmeldesystem des Bundes registrieren.

Auch in Vorarlberg müssen Sie sich vorab online anmelden. In Niederösterreich erhält jeder Bürger und jede Bürgerin einen Timeslot, an dem er oder sie sich zur jeweiligen Teststraße begeben soll. Dafür wird bis zum 7.12. eine Einladung zur Onlineanmeldung ausgeschickt.

In Tirol müssen Sie sich nicht anmelden, Sie sollten aber das ausgefüllte Testformular mitbringen, das Sie diese Woche per Post erhalten, wenn sie in Tirol gemeldet sind.

Auch in Salzburg ist keine Anmeldung nötig, dort können Sie zwischen 8 und 18 Uhr zur Teststation kommen.

In Oberösterreich, Steiermark, Kärnten und dem Burgenland laufen die Vorbereitungen noch. Details sollen in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden.

Wo finden die Tests in meinem Bundesland statt?

In den Bundesländern werden flächendeckend Teststationen errichtet.

In Wien werden die Tests an drei Standorten durchgeführt – in der Messehalle (1021) mit 176 Testlinien, in der Marxhalle (1030) mit 70 Testlinien und in der Stadthalle (1150) mit 40 Testlinien.

In Vorarlberg werden 80 Teststationen errichtet. In Salzburg stehen für die Tests über 500 Wahllokale zur Verfügung. Niederösterreich berechnet die Teststraßen nach Bevölkerungsgröße der jeweiligen Gemeinden. Kärnten will die Standorte bis Mitte der Woche fixieren.

Die bereits festgelegten Standorte der anderen Bundesländer finden Sie auf den Info-Websites der Bundesländer, am Ende des Artikels.

Wann bekomme ich das Testergebnis?

Das Ergebnis eines Antigen-Schnelltests soll innerhalb kurzer Zeit (ca. innerhalb einer Stunde) vorliegen.

Sie erhalten das Resultat per Mail, SMS oder Anruf je nachdem welche Kontaktmöglichkeiten Sie hinterlegt haben. In Niederösterreich können Sie das Testergebnis auf einer Website abrufen.

Was passiert, wenn ich positiv getestet werde?

Wenn sie positiv auf das Coronavirus getestet werden, wird unmittelbar nach dem Antigen-Schnelltest ein PCR-Test durchgeführt. Ist dieser auch positiv, müssen Sie sich in eine zehntägige Quarantäne begeben.

Auch mit einem negativen Schnelltest sind Sie nicht von den geltenden Maßnahmen befreit. Die Abstands- und Hygienemaßnahmen gelten weiterhin.

Wie sicher sind die Tests?

Antigen-Tests sind weniger verlässlich als PCR-Tests. Deshalb kann es bei geringer Viruslast, besonders in der frühen Inkubationsphase, vorkommen, dass eine Infektion nicht erkannt wird. Das deutsche Robert-Koch-Institut empfiehlt daher bei positiven und in bestimmten Situation auch bei negativen Tests einen zusätzlichen PCR-Test zu machen, um die Aussagekraft zu erhöhen.

Wieviel kostet der Test?

Der Test ist kostenlos.

Muss ich mich als Lehrerin bzw. Lehrer auch anmelden?

In Wien, Tirol und Vorarlberg wird das Lehrpersonal im Rahmen der allgemeinen Massentests mitgetestet. In den übrigen Bundesländern finden die Tests am 5. und 6. Dezember statt.

Anmelden können sich Lehrerinnen und Lehrer über eine Onlineplattform, dort sie einen Testtermin in der Nähe des Wohnorts buchen. 100 Teststationen stehen dafür österreichweit zur Verfügung.

Detailinformationen zur Anmeldung will das Bildungsministerium Anfang dieser Woche verschicken. Auch für Lehrerinnen und Lehrer ist die Teilnahme freiwillig.

Muss ich mich testen lassen?

Nein. Die Tests sind freiwillig. Eine Massentestung macht aber nur Sinn, wenn sich möglichst viele Menschen testen lassen.

Soll jeder an den Massentests teilnehmen?

Nein. Menschen mit Symptomen sollen nicht an den Massentests teilnehmen. Haben Sie Husten, Halsschmerzen oder andere Covid-Symptome, wählen Sie die Gesundheitshotline 1450. Auch Menschen in Quarantäne können nicht an den Tests teilnehmen.

Sie können sich aber testen lassen, wenn sie bereits mit dem Coronavirus infiziert waren, sofern die Infektion mehr als drei Monate zurückliegt.

Wie viele Menschen können getestet werden?

Laut einer Umfrage des Nachrichtenmagazins "profil" wollen sich mehr als die Hälfte der Bevölkerung "ganz sicher" oder "wahrscheinlich" testen lassen.

Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker geht davon aus, dass maximal 60 Prozent der Bevölkerung das Angebot in Anspruch nehmen. Das entspricht in Wien rund 1,2 Millionen Menschen. Niederösterreich rechnet mit einer Beteiligung von rund 50 Prozent.

In Kärntens Hauptstadt Klagenfurt geht man davon aus, dass sich rund 60.000 bis 70.000 Menschen testen werden. 

Was bringen die Tests?

Die Regierung will mit dem Durchtesten der Bevölkerung ein Weihnachten in "kleinem Kreis" ermöglichen. Experten und Politiker kritisieren aber, dass es sich bei den Massentests nur um eine Momentaufnahme handle. Eva Schernhammer, Leiterin der Abteilung für Epidemiologie an der MedUni Wien, hält eine regelmäßige Durchtestung oder vorbeugende Screenings für sinnvoll.

Wer führt die Tests durch?

Geschultes Gesundheitspersonal wird die Tests durchführen, dazu zählen unter anderem Ärzte, Pflegefachassistenten und Krankenpfleger. Unterstützt werden sie vom Bundesheer.

In Kärnten und Oberösterreich werden für die Durchführung der Massentests noch Helfer gesucht.

Alle Informationen zu den Massentests in den einzelnen Bundesländern:

Vorarlberg: https://vorarlberg.at/web/land-vorarlberg/vorarlbergtestet

Tirol: http://www.tiroltestet.at/

Salzburg: https://www.salzburg.gv.at/themen/gesundheit/corona-virus/coronatests

Kärnten: weitere Informationen im Laufe der Woche: https://www.ktn.gv.at/

Steiermark: https://www.news.steiermark.at/cms/beitrag/12806927/154271268/

Oberösterreich: https://www.land-oberoesterreich.gv.at/245279.htm

Niederösterreich: www.testung.at

Burgenland: weitere Informationen demnächst:  www.burgenland.at

Wien: https://coronavirus.wien.gv.at/site/massentests/

Der große Impfgipfel auf PULS 4 und PULS 24

PULS 24 Infochefin Corinna Milborn und PULS 24 Newsanchor Thomas Mohr stellen Ihre Fragen zur Corona-Impfung u.a. Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker und der Leiterin der Impfstoff-Abteilung im Gesundheitsministerium Maria Paulke-Korinek. Dazu ist Bundeskanzler Sebastian Kurz im Interview bei Corinna Milborn.

Das Corona-Bürgerforum: Der große Impfgipfel, Montag, 20.15 Uhr, auf PULS 24 und PULS 4

Soraya PechtlQuelle: Redaktion / spe