APA - Austria Presse Agentur

Deutschland: Verfassungsschutz überwacht "Querdenker"

09. Dez 2020 · Lesedauer 2 min

"Querdenken 711" ist nun ein Fall für den Verfassungsschutz in Baden-Württemberg.

Der baden-württembergische Verfassungsschutz beobachtet von nun an die Gruppe "Querdenken 711", berichtet der "Spiegel". Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) warnte bereits im November im Innenausschuss des Landtags vor dem zunehmenden Einfluss von Extremisten in den Reihen der Gruppierung und ihrer Ableger.

Bundesamt für Verfassungsschutz prüft

Während das Landesamt bereits beobachtet, prüft das Bundesamt für Verfassungsschutz derzeit eine mögliche Beobachtung noch. Besonders, da eine Groß-Demo an Silvester in Berlin geplant ist – für die massiv unter Reichsbürgern und Rechtsextremisten geworben werden soll, schreibt der "Spiegel". "Querdenken 711", gegründet von IT-Unternehmer Michael Balweg, gilt als Keimzelle der Bewegung gegen die Corona-Maßnahmen und geht seit April auf die Straße um gegen die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung demonstriert.

Die "Querdenker" bestehen mittlerweile aus einem Sammelsurium von Kritikern bis Corona-Leugnern, von Rechtsextremen bis Verschwörungstheoretikern.

Königreich Deutschland

Zuletzt sollen sich "Querdenker" mit Peter Fitzek getroffen haben. Dieser hatte vor Jahren sein eigenes "Königreich Deutschland" ausgerufen. Stephan Kramer, Verfassungsschutzschef in Thürigen, bezeichnet das im RBB als "Schulterschluss zwischen Querdenkern, Leugnern der Corona-Pandemie und Reichsbürgern". "Querdenken 711" bestätigte das "Arbeitstreffen", bestritt gleichzeitig Extremismusvorwürfe. "Ob jemand durch Dritte als Reichsbürger bezeichnet wird", heißt es in einer Stellungnahme, sei "für uns unerheblich".

Quelle: Redaktion / moe