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Schnee und Eis beherrschen viele Teile Europas

08. Jan. 2026 · Lesedauer 3 min

Schnee, Glätte und klirrende Kälte: Wie in Österreich führt auch in vielen Teilen Europas das eisige Winterwetter zu Einschränkungen. Im Norden Schottlands bleiben viele Schulen bereits den vierten Tag in Folge wegen starken Schneefalls geschlossen. Der britische Wetterdienst Met Office warnt am Donnerstag zudem vor dem nächsten Sturmtief, das Schnee und Stürme in Teile des Vereinigten Königreichs bringen und damit Einschränkungen auslösen soll.

Auch Frankreich rüstet sich ähnlich wie Großbritannien für das Sturmtief "Goretti", das mit erwarteten Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde ab Donnerstagabend über den Nordwesten des Landes hinwegziehen sollte.

Für 27 Departements wurde die Unwetterwarnstufe Orange und für die Region am Ärmelkanal die höchste Warnstufe Rot erlassen. Dort bleiben am Freitag die Schulen geschlossen, teilweise kommt es zu Ausfällen im Bahnverkehr. Die erwarteten spektakulären Sturmwellen an der Küste locken auch Touristen an: In Saint-Malo etwa sprach ein Hotelinhaber von zusätzlichen Reservierungen, berichtete der Sender BFMTV.

Auch Deutschland rüstet sich für massive Schneefälle, gefrierenden Regen und Sturm: Ab Donnerstagabend erwartet der Deutsche Wetterdienst in weiten Teilen des Landes gefährliche Niederschläge, am Freitag drohen demnach teils unwetterartige Neuschneemengen von bis zu 20 Zentimetern sowie Schneeverwehungen.

Schnee und Glätte haben das Land bereits im Griff. Die Deutsche Bahn reduzierte ihr Fernverkehrsangebot in Teilen Norddeutschlands, auf Straßen gab es Behinderungen und Unfälle. Die deutschen Flughäfen stellen sich auf Behinderungen des Luftverkehrs ein. "Wir rechnen damit, dass es bei dem für weite Teile Europas angekündigten massiven Schneefall ab Freitag zu starken Verzögerungen in den Abläufen kommt", erklärte ein Sprecher des Hauptstadtflughafens BER. In Hamburg und Bremen sowie in Teilen Niedersachsens bleiben die Schulen am Freitag geschlossen.

In Schweden bescherte der Schnee ebenfalls vielen Schulkindern vor allem im Norden und Westen einen freien Tag. In manchen Regionen des Landes sollte es am Donnerstag lokal bis zu 60 Zentimeter Neuschnee geben. Vor allem im Norden standen Busse und Züge still.

Viele Haushalte in Rumänien ohne Strom

Nicht nur im Norden und Westen beherrscht das winterliche Wetter den Alltag der Menschen. In Südosteuropa verursachten Schnee und vereiste Straßen bei Tiefsttemperaturen im zweistelligen Minusbereich Verkehrsbehinderungen und Stromausfälle. In Rumänien sind rund 11.000 Haushalte ohne Strom, auch in Serbien gab es wetterbedingt Stromausfälle.

Im Südosten Bulgariens machen indes Überschwemmungen nach starken Regenfällen den Menschen zu schaffen. Berichte über Verletzte oder Tote gab es zunächst nicht.

Eisig ist es auch in Tschechien: In Prag lag die Tiefsttemperatur bei minus 10,8 Grad Celsius. In den Skigebieten im Erzgebirge und im Riesengebirge freuten sich Wintersportler über ausgezeichnete Bedingungen.

Zusammenfassung
  • Starkes Winterwetter mit Schnee, Glätte und Sturm sorgt in ganz Europa für massive Einschränkungen, darunter geschlossene Schulen in Schottland, Frankreich, Deutschland und Schweden sowie erhebliche Beeinträchtigungen im Bahn- und Luftverkehr.
  • In Frankreich und Großbritannien werden durch das Sturmtief "Goretti" Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h erwartet, 27 französische Départements stehen auf Unwetterwarnstufe Orange und die Ärmelkanal-Region auf Rot.
  • In Südosteuropa führen Schnee, Eis und zweistellige Minusgrade zu Stromausfällen, wobei in Rumänien rund 11.000 Haushalte betroffen sind, während es im Südosten Bulgariens nach starken Regenfällen zu Überschwemmungen kommt.