APA - Austria Presse Agentur

Corona-Maßnahmen: Schulen im Osten könnten schließen

22. März 2021 · Lesedauer 2 min

Die Zahl der Corona-Infektionen in Schulen ist deutlich gestiegen - vor allem im Osten ist der Trend negativ. Die Regierung könnte am Montag deshalb eine Schließung der Schulen in Osten verfügen.

Vergangene Woche wurden 1.015 Schüler positiv auf Corona getestet, was ein Puls von 25 Prozent im Vergleich zur Vorwoche bedeutet. Die Corona-Situation an den Schulen spitzt sich also zu. Dabei ist auffallend, dass der Anstieg der Fälle mit der Verbreitung der britischen Virus-Variante korreliert.

Aus diesem Grund berät die Regierung am Montag mit Experten und Landeshauptleuten deshalb unter anderem über das weitere Vorgehen an den Schulen. Laut "Österreich" wird die Regierung die Osterferien in Ostösterreich verlängern. Unklar ist noch, ob sie für eine oder zwei Wochen verlängert werden. Es soll darüber hinaus wieder verstärkt auf Distance Learning gesetzt werden.

Lehrervertretung für Ferienverlängerung

Die laut dem Bericht im Raum stehenden Maßnahmen werden auch von der Unabhängigen Lehrerinnenvertretung gefordert. Diese ist für regionale Schließungen der Schulen nach Ostern für zwei Wochen. Außerdem will sie eine komplette Umstellung auf Distance Learning. Die Maßnahmen sollen gelten bis die 7-Tage-Inzidenz wieder auf das derzeitige Niveau Vorarlbergs gesunken ist.

Danach spricht sich die Lehrervertretung für behutsame Öffnungsschritte aus. Diese sollen mit PCR-Gurgeltests für alle in der Schule Anwesenden im Zwei-Tages-Takt einhergehen.

Wallner und NEOS für offene Schulen

Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner sprach sich im Vorfeld des Treffens von Landeshauptleuten und Regierung gegen eine Schließung der Schulen aus. Auch die NEOS sind für ein Offenhalten der Schulen. NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger hält Schulschließungen trotz des dortigen Infektionsgeschehens für "vermeidbar". Meinl-Reisinger spricht sich für einen Ausbau der Corona-Testungen an Schulen aus.

Es wäre besser, die Kinder und Familien über mehr Tests, auch nach PCR-Standard, zu erwischen, als die Schulen nach den Osterferien zwei oder drei Wochen zuzusperren, wenn sich die Leute ohnehin privat treffen, argumentierte Meinl-Reisinger.

Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner spricht sich vor dem Treffen mit der Regierung gegen Schulschließungen aus.

Quelle: Agenturen / Redaktion / apb