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Griss: "Impfpflicht wird die einzige Lösung sein"

30. Nov 2020 · Lesedauer 2 min

Die Ex-NEOS-Abgeordnete und frühere OGH-Präsidentin Irmgard Griss hält die Freiwilligkeit in Zusammenhang mit einer Impfung für "kontraproduktiv".

Eine Impfpflicht werde aus ihrer Sicht "die einzige Lösung sein", sagte die Ex-NEOS-Abgeordnete und frühere OGH-Präsidentin Irmgard Griss in der "ORF"-Sendung "Im Zentrum" am Sonntagabend.

Griss verwies auf die massiven Einschränkungen durch die Pandemie und deren Folgen - "Existenzen werden vernichtet, Menschen verlieren ihr Leben, tragen dauerhafte Schäden davon" - und forderte: "Diese Situation muss beendet werden."

Zur Diskussion um die Sicherheit der erwarteten Vakzine gegen SARS-CoV-2 meinte sie, es sei "undenkbar, dass man diese Mengen Impfstoff produziert und bezahlt und verteilt", falls Wirksamkeit und Unschädlichkeit nicht feststehen würden. Sie vertraue da auf die zuständigen Institutionen, und wenn einmal ein Impfstoff zugelassen sein werde, sei es kontraproduktiv, nur auf Freiwilligkeit abzustellen, "weil das das Ganze wieder schwächt".

Zur Frage, ob eine indirekte Impfpflicht in bestimmten Bereichen entstehen könnte, meinte Griss, es sei denkbar, dass etwa Firmen wie eine Fluglinie den Standpunkt einnehmen könnten: "Meine Leistung bekommst du nur, wenn du geimpft bist", sofern daraus kein Zwang entsteht, weil der Kunde auf einen anderen Anbieter ausweichen könnte.

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Quelle: Agenturen / Redaktion / apb