APA - Austria Presse Agentur

Corona: Fast jede dritte Infektion durch Reiserückkehrer

19. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Fast ein Drittel der Corona-Fälle lassen sich auf Reisen zurückführen. Innerhalb der eigenen Familie ist das Ansteckungsrisiko jedoch rückläufig.

Reisen machen mittlerweile fast ein Drittel aller Neuinfektionen mit dem Coronavirus aus. Das zeigt ein Blick auf die jüngste Epidemiologische Abklärung der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Betrachtet wurde das Infektionsgeschehen nach Kalenderwoche. Anfang Juli (Kalenderwoche 27) ließen sich 31,1 Prozent aller Corona-Neuinfektionen auf Reisetätigkeiten zurückführen. In den Wochen davor waren es noch 25,3 Prozent. Der steigende Wert lässt sich auf die Urlaubs- und Ferienreisen zurückführen, die mit Beginn der Sommerferien Hochsaison haben.

Das Ergebnis zeigt sich auch im Monatsvergleich. Im Juni lag der Anteil an den geklärten Gesamtinfektionen, der auf Reisen zurückzuführen ist, zwischen 1,7 Prozent und 5,2 Prozent. Daraus kann ein Zusammenhang zwischen dem Anstieg und dem Beginn der Urlaubsreisezeit gezogen werden.

Ansteckungen im Familienverband rückläufig

Weiter rückläufig ist dagegen der Anteil der Infektionen, die in Haushalten stattfinden. Machte ihr Anteil am Infektionsgeschehen Ende Mai noch 66,4 Prozent aus (KW 21 - 24. bis 30. Mai), reduzierte sich dieser in der KW 27 auf 33,4 Prozent. 10,7 Prozent der in der KW 27 geklärten Corona-Fälle lassen sich auf den Freizeitbereich zurückführen, was einen Anstieg um fast zwei Prozent zur Vorwoche bedeutet.

15,1 Prozent machte der Bildungsbereich aus - mehr als ein doppelt so hoher Wert wie in der KW 26 (7,6 Prozent). Auffallend: mit 4,6 Prozent an den Gesamtinfektionen hat in der KW 27 auch die Hotellerie und Gastronomie wieder merkbar zum Infektionsgeschehen beigetragen. Das entspricht dem höchsten Wert, den die Branche seit der Öffnung im Mai verzeichnet. Dagegen gibt es seit Ende Mai in der Kunst und Kultur keinen nachgewiesenen Beleg für Corona-Infektionen, im Sport mit einem Anteil von zuletzt 0,3 Prozent aller Fälle (KW 27) kaum.

Weniger Fälle können zurückverfolgt werden

Insgesamt rückläufig ist der Anteil der Fälle bei denen klar ist, wo sich die Betroffenen angesteckt haben. Bei insgesamt 1.076 Fällen in der KW 27 lag dieser Anteil bei 68,6 Prozent. In den KW 25 und 26 lag die Klärungsquote noch bei 75,0 bzw. 72,3 Prozent.

Quelle: Agenturen