APA - Austria Presse Agentur

Corona-Ampel: Salzburg neu im gelb-grünen Bereich

02. Juni 2021 · Lesedauer 3 min

Die Infektionszahlen gehen weiter nach unten und das lässt sich auch an der Corona-Ampel ablesen. Mit Salzburg hat sich am Mittwoch nach Informationen der APA ein zweites Bundesland zum Burgenland in die gelb-grüne Zone gesellt, die geringes Risiko ausdrückt. Auch Kärnten klopft schon an diesen Bereich an.

Das Burgenland mit einer Wochen-Inzidenz von 21,4 und einer risikoadjustierten Bilanz von 16,4 wurde aber eine zweite Woche in Folge wieder auf geringes Risiko, also gelb-grün geschalten. Salzburg ist nun ebenfalls in beiden Kategorien unter der Grenzmarke 25, womit auch dort hoch offiziell nur ein geringes Verbreitungsrisiko vorhanden ist. Kärnten unterschreitet die Marke zumindest in der risikoadjustierten Inzidenz, die auch Faktoren wie Alter der Patienten, Zahl der Tests und Ähnliches berücksichtigt.

Hohes Risiko (orange) gibt es nur in Tirol und Vorarlberg, das unverändert mit Abstand die schlechtesten Zahlen hat. Mittleres Risiko (gelb) herrscht im Rest des Landes.

Fünfte Ampelfarbe

Vergangene Woche hatte man die Kriterien für die Farbgebung verändert, womit es jetzt schon fünf Farben auf der Ampel gibt. Neu ist die Kategorie für sehr geringes Risiko, die bis zu fünf Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnern reicht - Farbe grün. So gut sind die Werte dann doch noch nirgendwo.

Außer den zwei westlichsten Bundesländern fallen alle anderen in den Bereich des mittleren Risikos, werden also gelb bemalt. Während Tirol immerhin bei der risikoadjustierten Zählung die Voraussetzungen für gelb erfüllen würde, verweilt Vorarlberg mit einer Wocheninzidenz von 87,4 und einer risikoadjustierten von 71,9 im Bereich des hohen Risikos, also orange. Der 14-Tage-Trend geht in allen Ländern abwärts.

Beruhigend ist die Situation an den Intensivstationen, wo mit Ausnahme von Burgenland und Niederösterreich die Belegung im einstelligen Prozentbereich ist. Nur sieben Prozent der Neuinfektionen betreffen die Über-65-Jährigen.

Die Zahl der asymptotischen Fälle liegt über das Land gerechnet bei 36 Prozent. In gut zwei Drittel aller Fälle (67 Prozent) ist die Infektionsquelle geklärt.

Meisten Tests in Wien und Steiermark

Eingespielt haben sich die Testungen, wo über Wochen Vorarlberg der Vorreiter war, da man ja im "Ländle" schon früher die Gastronomie über einen Test nutzen konnte. Mittlerweile haben sich die Zahlen mehr angeglichen. Bezogen auf die Einwohnerzahl wird aktuell in der Steiermark und in Wien am meisten getestet. Etwas zurück hängen Oberösterreich, Kärnten, Tirol und Niederösterreich. Die Positivrate der Tests liegt bei nur noch 0,1 Prozent, in Salzburg, dem Burgenland, Wien und der Steiermark sogar darunter.

Steigende Zahlen in elf Regionen

Freilich, überall ist die Entwicklung auch nicht positiv. In elf Bezirken bzw. Regionen gingen die Zahlen in den vergangenen Wochen nach oben, teils aber aufgrund davor extrem niedriger Zahlen. Mit Abstand die schlechteste Inzidenz hat der Bezirk Imst mit über 243, gefolgt von Dornbirn mit 122. Keine Infektionen gab es wieder einmal in Rust und diesmal auch in Reutte.

Quelle: Agenturen / apb