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Corona-Ampel leuchtet rot - aber orange in Sicht

24. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Die Corona-Ampel könnte in absehbarer Zeit wieder mehrfarbig werden. Noch bleibt aber das ganze Land rot. Das heißt, es herrscht vom Burgenland bis Vorarlberg sehr hohes Risiko, wie nach einer Sitzung der zuständigen Kommission festgestellt wurde. Allerdings ist der Trend bei den Fallzahlen außer in Niederösterreich während der vergangenen beiden Wochen rückläufig, geht aus dem Arbeitsdokument des Gremiums, das der APA vorliegt, hervor. Trotzdem warnt man zur Vorsicht.

Die Kommission betont in einer Aussendung Donnerstagabend, dass sich die Inzidenz weiter auf einem sehr hohen Niveau befinde. Hinzu kämen Unsicherheiten bezüglich der (sich im Osten schon recht stark verbreitenden) Omikron-Untervariante BA.2. Daher sei trotz der geplanten Öffnungsschritte "verantwortungsvolles, risikoreduziertes Verhalten" angezeigt. Bei Treffen sollten bewährte Präventionsmaßnahmen eingehalten werden, auch wenn sie nicht mehr verordnet würden.

Die sogenannte Risikozahl, die über die Farbgebung bestimmt, sieht weiter ab 100 den Höchstrisiko-Bereich vor, doch ist ein Unterschreiten seit kurzem dank umgestellter Kriterien leichter erreichbar. Noch hat es kein Bundesland geschafft, zumindest in den orangen Sektor des hohen Risikos vorzustoßen, Wien ist mit 122,6 aber schon relativ nahe dran.

Einen größeren Sprung in die richtige Richtung schafften jedoch andere Bundesländer. So lag die Risikozahl vorige Woche in Tirol noch bei 500,8. Diese Woche ist sie auf 282,6 gefallen. Freilich ist Tirol noch immer das Bundesland mit der ungünstigsten Lage. Eine Risikozahl über 200 hat sonst nur noch Kärnten (258,8). In der Vorwoche lagen noch sieben Länder über dieser Marke.

Fast überall gab es in den vergangenen 14 Tagen einen Rückgang der Fälle im zweistelligen Prozentbereich. Einzig in Wien betrug das Minus nur sechs Prozent, in Niederösterreich stagnierten die Fallzahlen sogar. Dort ist auch der Großteil jener nur noch gut ein Dutzend Bezirke und Regionen, in denen sich das Infektionsgeschehen steigert. Den höchsten Wert über die vergangenen zwei Wochen gerechnet hat Scheibbs, den niedrigsten Jennersdorf.

Asymptomatische Fälle gefunden wurden wieder vor allem im Testvorreiter-Land Wien, das sich ja u.a. aus diesem Grund gegen das vom Bund forcierte Auslaufen der Gratistests stemmt. In der Bundeshauptstadt wurden auch fast 127.000 Tests auf 100.000 Einwohner gezählt. In Salzburg waren es nicht einmal 30.000. Bei den Wiener Tests waren ob der großen Zahl wenig überraschend bloß 1,7 Prozent positiv, bei den Salzburgern 6,5, in Tirol sogar 7,4 Prozent.

Quelle: Agenturen