APA - Austria Presse Agentur

Corona: 6.506 Neuinfektionen und 20 Tote in Österreich

03. Nov 2021 · Lesedauer 5 min

Von Dienstag auf Mittwoch wurden in Österreich 6.506 Neuinfektionen sowie 20 neue Corona-Toten vermeldet. Die Belegung in den Spitälern steigt ebenfalls weiter, auf den Intensivstationen liegen mit 333 Personen 16 mehr als am Vortag.

Am Mittwoch ist in Österreich ein neuer Höchstwert in dieser vierten Corona-Welle verzeichnet worden. Innerhalb einer Woche steigerten sich die Corona-Neuinfektionen um über 2.000 Fälle. Am vergangenen Mittwoch waren es noch 4.261 neue Positiv-Ergebnisse, aktuell werden 6.506 Fälle eingemeldet. Auch Spitals- und Intensivzahlen steigen weiter. Im Vergleich zu gestern stieg die Zahl von 5.398 um 1.108 Fälle. 

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Abgesehen von vergangenem Mittwoch (6.102 Neuinfektionen) wurden derart hohe Werte, also mehr als 6.000 Neuinfektionen, im November 2020 dokumentiert. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug nun 429 Fälle auf 100.000 Einwohner nach 403,9 am Dienstag.

In den Spitälern mussten in Österreich mit Stand Mittwoch 1.752 Covid-19-Patientinnen und -Patienten versorgt werden. Das sind um 149 mehr als am gestrigen Dienstag und um 495 mehr als noch vor einer Woche. 333 Schwerstkranke liegen auf Intensivstationen. Das sind um 16 Menschen mehr als gestern und um 83 mehr als noch vor einer Woche. Der bisherige Höchststand bei der österreichweiten Belegung der Intensivbetten mit Corona-Erkrankten lag bei 709 am 25. November des Vorjahres.

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Die aktuellen Zahlen für Österreich (Stand: 03. November.2021, 10:30 Uhr): 6.506 Neuinfektionen. 846.297 bestätigte Fälle. 784.088 Genesene. 11.400 Todesfälle. 1.753 hospitalisiert, davon 333 intensiv.

Neuinfektionen in den Bundesländern seit der gestrigen Meldung:

  • Burgenland: 180
  • Kärnten: 338
  • Niederösterreich: 1.337
  • Oberösterreich: 1.669
  • Salzburg: 444
  • Steiermark: 903
  • Tirol: 589
  • Vorarlberg: 241
  • Wien: 805

Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz bleibt weiterhin Oberösterreich mit 665,5, gefolgt von Salzburg, Niederösterreich und Vorarlberg (594,4, 467,8 bzw. 408). Weiters folgen Tirol (403,8), Kärnten (398,5), die Steiermark (370,3), das Burgenland (293,9) und Wien (244,6).

In absoluten Zahlen wurden die meisten neuen Fälle in den vergangenen 24 Stunden in Oberösterreich (1.669) gemeldet, gefolgt von Niederösterreich (1.337). In der Steiermark waren es 903 Neuerkrankte, in der Bundeshauptstadt Wien 805 und in Tirol 589. in Salzburg kamen 444 Neuinfektionen dazu, in Kärnten 338, in Vorarlberg 241 und im Burgenland 180.

Der aktuelle Stand beim Corona-Impffortschritt: Am gestrigen Dienstag sind 15.722 Impfungen durchgeführt worden. Insgesamt sind laut Daten des Impf-Dashboard des Bundes 64 von 100 Menschen aufgrund der Impfung geschützt. Im Detail heißt das: Dem E-Impfpass zufolge haben 5.917.375 Österreicherinnen und Österreicher bereits zumindest eine Teilimpfung erhalten. Das sind 66,2 Prozent der Bevölkerung. 5.603.109 Menschen (62,7 Prozent) sind vollständig geimpft.

Bei den Zwölf- bis 24-Jährigen sind mittlerweile 53,3 Prozent vollständig geimpft, in der Altersgruppe 25 bis 34 Jahre beträgt die Rate 61,5 Prozent und bei den 35- bis 44-Jährigen 66,7 Prozent. 70,8 Prozent der Personen zwischen 45 und 54 Jahren sind komplett gegen Covid-19 geschützt, 79,2 Prozent in der Gruppe 55 bis 64. Die 65-bis 74-Jährigen weisen eine Quote von 84,2 Prozent auf, die 75- bis 84-Jährigen 89 Prozent und die Gruppe 85plus 89,2 Prozent.

Höchste Impfquote im Burgenland

Am höchsten ist die Durchimpfungsrate (vollständig geimpft) im Burgenland mit 70,1 Prozent. Dort wurde am heutigen Mittwoch bekannt gegeben, dass die Impf-Lotterie ausgespielt wird. Das Ziel waren dabei 10.000 zusätzliche Erststiche bis zum Landesfeiertag am 11. November. Nun werden 1.000 Sachpreise - darunter drei Autos - verlost. Mehr als 79.400 Personen meldeten sich für das Gewinnspiel an.

In Niederösterreich sind 65,4 Prozent der Bevölkerung geimpft, in der Steiermark 63,4 Prozent. Es folgen Wien (62,1), Vorarlberg (61,4), Tirol (60,9), Kärnten (59,2) und Salzburg (58,9). Das Schlusslicht bildet Oberösterreich mit einer Durchimpfungsrate von 57,7 Prozent.

Die Infektionszahlen sind in Oberösterreich also hoch, die Impfrate niedrig. Warum das so ist, kann sich auch die Leiterin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Carmen Breitwieser, nicht erklären: "Warum die Impfquote so niedrig ist, das fragen wir uns selber täglich. Wir haben uns mindestens so bemüht wie alle anderen Länder. Wir haben im Jänner mit einer sehr großen Aktion die Über-80-Jährigen geimpft. Das hat uns ausgezeichnet durch die dritte Welle gebracht. Da waren wir nirgendwo auffällig, sondern auffällig bei den Besten. Und haben jetzt einfach die Bevölkerung nicht dazu motivieren können, dass sie sich impfen lassen. Wir haben die niederschwelligsten Angebote. Wir bieten, wir tun alles Menschenmögliche, um den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit der Impfung anzubieten, auf wirklich allen Ebenen. Aber die Impfung abholen müssen die Personen immer noch selber. Wir können sie nicht dazu hinbringen", sagte sie im ZiB 2-Interview (Dienstag).

Selber kommen müssen die Menschen auch zur dritten Covid-"Booster"-Impfung. Der dritte Stich wird dabei grundsätzlich allen empfohlen, das Nationale Impfgremium legt ihn besonders allen Risikopersonen nahe, den "Impflingen der ersten Stunde", wie Herwig Kollartisch vom Nationalen Impfgremium im Ö1-Morgenjournal riet. "Das heißt, die älteren Personen, jene, die in Gemeinschaftseinrichtungen untergebracht sind, jene, die Grundkrankheiten haben."

Kollartisch sagte außerdem zur aktuellen Situation: "Wir haben in Wahrheit zwei Baustellen. Das eine ist die zu niedrige Durchimpfung, die eben den Infektionsdruck, sprich die Zahlen so stark in die Höhe gehen lässt und damit natürlich auch das Einstreuen von Infektionen unter den Geimpften begünstigt und wir haben unter den Geimpften eine ganze Anzahl von Personen und das sind eben vor allem die Risikopersonen, die auf die Impfung nicht denselben idealen Schutz ausbilden, wie das gesunde, junge, immunkompetente Personen machen. Das heißt, hier ist eine Grauzone gegeben, dass hier öfter mal ein Durchbruch stattfinden kann. Aber der wesentliche Punkt bleibt trotzdem, dass auch diese Personen in der Regel vor sehr schweren Verläufen geschützt sind. Sie werden zwar erkranken, aber sie werden nicht intensivpflichtig werden."

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam