Bundesheer: "Eurofighter mussten auch in Österreich schon Objekt abfangen"

13. Feb. 2023 · Lesedauer 2 min

Seit Tagen geben mysteriöse Flugobjekte Rätsel auf. Am Sonntag wurde bereits das vierte über Nordamerika abgeschossen. Ob es auch in Österreich ähnliche Vorkommnisse gibt und wie der österreichische Luftraum überwacht wird, erklärt Gerfried Promberger, Kommandant der österreichischen Luftstreitkräfte, im PULS 24 Interview.

Auch in Österreich hätten bereits unbekannte Objekte den Luftraum gequert, die dann abgeschossen werden mussten, erklärt Gerfried Promberger im PULS 24 Interview. So zum Beispiel im Mai 2011 als einem Kunststudenten ein Ballon ausgekommen war und über Linz in den Luftraum aufgestiegen war. Nachdem dieser die Luftfahrt gefährdet hatte, wurde er von Eurofightern abgefangen. Die aktuelle Häufung der unbekannten Flugobjekte in Nordamerika nennt Promberger aber "ungewöhnlich". 

Gefahr für den zivilen Luftraum

Neben der Befürchtung von Spionage und Überwachung, sah das US-Militär vor allem auch den zivilen Flugraum bedroht. Sobald in Österreich ein Flugobjekt zehn Kilometer über dem Grund ist, "wird es definitiv eine Gefahr für die Flugsicherheit," erklärt General Promberger. Dort fliegen normalerweise Passagierflugzeuge. Laut offiziellen Angaben waren die Flugobjekte über Alaska und Kanada in rund zwölf Kilometern Höhe unterwegs.

Unidentifiziertes Flugobjekt "fällt natürlich sofort auf"

In Österreich werde mit einem Fluginformations- und Führungssystem nicht nur der österreichische, sondern auch der Flugraum über die Grenzen hinaus überwacht. Über 1,6 Millionen Flüge hätte man im letzten Jahr so immer im Blick gehabt. Sobald ein unidentifiziertes Flugobjekt den Luftraum quere, "fällt das natürlich sofort auf", sagt Promberger. Dann werde das sofort Thema für die Flugsicherung.

Wurde beim ersten entdeckten Flugobjekt Anfang Februar noch China als Ursprungsland bestätigt, wisse man bei den drei jüngsten Objekten nicht woher sie kommen, erklärte das US-Militär. Die Flugobjekte führen nun zu diplomatischen Spannungen zwischen China und den USA.

Stefanie StockerQuelle: Agenturen / Redaktion / Sto