APA - Austria Presse Agentur

Bundesheer: Es fehlt an Kleinigkeiten wie Taschenlampen

25. Mai 2020 · Lesedauer 2 min

Das Wort "unterfinanziert" prägt wohl das Bundesheer, wie "Schutz & Hilfe". Der Hilfseinsatz der Miliz zeigt nun, es fehlt auch an vermeintlichen Kleinigkeiten wie Taschenlampen.

Das Österreichische Bundesheer ist unterdotiert. Das hört und liest man seit Jahren - unter anderem auch im Sachstandsbericht "Unser Heer 2030" von Übergangsminister Thomas Starlinger. In einem Interview mit den Vorarlberger Nachrichten über den Milizeinsatz in Vorarlberg erklärt Militärkommandant Gunther Hessel auch, was fehlt.

Demnach wurde die Ausrüstung der präsenten Kräfte benötigt, um die Miliz überhaupt einsatzbereit zu machen. "Es fehlt zum einen bei der Mannesausrüstung wie Schutzwesten, Sicherheitsholstern oder Taschenlampen. Aber es fehlt auch an Fahrzeugen und IT-Ausstattung", so Hessel.

Den gleichzeitigen Einsatz von präsenter Organisation und Miliz "wäre nicht möglich", denn "für beide gibt es zu wenig Ausrüstung und Gerät".

Milizeinsatz endet in Vorarlberg Mitte Juni

Das Ende für den Einsatz in Vorarlberg sieht Hessel mit Mitte Juni, man fahre den Einsatz langsam zurück. Einen Einsatz in anderen Bundesländer ist derzeit nicht geplant.

Kritik am Milizeinsatz

Der Corona-Einsatz der Miliz ist am Montag von Tirols SPÖ-Chef Georg Dornauer infrage gestellt wurden. Das Bundesheer sei zuerst von ÖVP-Ministern ausgehungert worden und werde nun von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) "für einen türkisen PR-Gag missbraucht". Die Ministerin bekräftigte indes am Rande eines Termins am Montag die Notwendigkeit des Einsatzes.

Mehr dazu

Quelle: Redaktion / moe