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Brückenschlag über Innsbrucker Hallerstraße gelungen

Heute, 15:25 · Lesedauer 2 min

Mit Spezialpressen und 112 einzeln gesteuerten Räderpaaren ist am Sonntag die rund 1.400 Tonnen schwere Rauchmühlbrücke in Innsbruck eingefahren worden. Der Koloss war zuvor auf fünf Meter Höhe gehievt worden, mit Transporteinheiten wurde das Tragwerk dann rund 100 Meter über die Hallerstraße bis zu den Brückenwiderlagern gefahren. Nach einer Drehung um 90 Grad hatte die Brücke millimetergenau die endgültige Position gefunden, berichteten die ÖBB in einer Presseaussendung.

Das Einfahren der Brücke zählte laut Aussendung "zu den anspruchsvollsten Arbeitsphasen". Schon die Vorbereitungen und der Abbruch der alten Rauchmühlbrücke erforderten seit 7. Jänner die Sperre der Bahnstrecke zwischen der Bahnhaltestelle Rum und dem Hauptbahnhof Innsbruck. Bis zu 90 Busse fuhren als Schienenersatzverkehr. Die Sperre der Bahnstrecke wird noch bis einschließlich 29. Jänner andauern. Die Zeit bis zur Inbetriebnahme der neuen Brücke sei für Arbeiten an den Widerlagern und die eisenbahntechnische Ausrüstung erforderlich.

Durch den Betonbau gehen die ÖBB von einer wesentlich längeren Nutzbarkeit als beim bisherigen Stahltragwerk aus. Weniger Lärmbelastung und ein ruhigerer Lauf der Züge sind weitere Vorteile. Nach mehr als sechs Jahrzehnten hatte die alte Eisenbahnbrücke neben der Rauchmühle ihre technische Lebensdauer ausgereizt. Sie war enormen Belastungen ausgesetzt. Rund 270 Züge waren zuletzt täglich über das Bauwerk gefahren. Auch die Witterung hatte der Stahlkonstruktion zugesetzt.

Zusammenfassung
  • Mit Spezialpressen und 112 einzeln gesteuerten Räderpaaren wurde die rund 1.400 Tonnen schwere Rauchmühlbrücke in Innsbruck am Sonntag auf fünf Meter gehoben und etwa 100 Meter über die Hallerstraße transportiert.
  • Die Bahnstrecke zwischen Rum und Innsbruck Hauptbahnhof ist seit 7. Jänner gesperrt, bis zu 90 Busse fahren als Schienenersatzverkehr, und die Sperre dauert noch bis 29. Jänner.
  • Die neue Betonbrücke soll langlebiger und leiser sein als das alte Stahltragwerk, das nach über 60 Jahren und rund 270 Zügen täglich ausgetauscht werden musste.