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Brasilien: Haustiere dürfen in Familiengräber

Heute, 21:13 · Lesedauer 1 min

Brasilianer gelten allgemein als große Tierliebhaber - nun dürfen im Bundesstaat São Paulo Hunde und Katzen mit in Familiengräbern beigesetzt werden. Das am Dienstag in Kraft getretene Gesetz erkennt ausdrücklich "die emotionale Verbundenheit" zwischen Haustieren und ihren Herrchen beziehungsweise Frauchen an. Inspiriert wurde das Gesetz durch einen landesweit bekannt gewordenen Hund, der nach dem Tod seines Besitzers zehn Jahre an seinem Grab ausharrte.

Der Hund mit Namen Bob Coveiro lebte zehn Jahre auf einem städtischen Friedhof, nachdem sein Besitzer dort beerdigt worden war. Als der Hund 2021 starb, durfte er neben seinem Besitzer beigesetzt werden. Das am Dienstag in São Paulo in Kraft getretene Gesetz, das die Beisetzung von Haustieren in Familiengräbern erlaubt, wird allgemein als Bob-Coveiro-Gesetz bezeichnet.

Brasilien hat Schätzungen zufolge mit 160 Millionen Tieren die drittgrößte Haustierpopulation der Welt.

Zusammenfassung
  • Im brasilianischen Bundesstaat São Paulo dürfen Hunde und Katzen seit Dienstag gemeinsam mit ihren Besitzern in Familiengräbern beigesetzt werden.
  • Das sogenannte Bob-Coveiro-Gesetz wurde nach einem Hund benannt, der zehn Jahre am Grab seines Besitzers verbrachte und 2021 neben ihm beerdigt wurde.
  • Brasilien hat mit rund 160 Millionen Haustieren die drittgrößte Haustierpopulation weltweit, was die Bedeutung des Gesetzes unterstreicht.