APA/APA/AFP/SAUL LOEB

Bis zu 45.000 marode Brücken in den USA

29. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Nach dem Einsturz einer Brücke im US-Bundesstaat Pennsylvania hat Präsident Joe Biden größere Anstrengungen bei der Sanierung von bis zu 45.000 maroden Brücken im Land angemahnt. "Wir brauchen beim Einbruch der nächsten Brücke keine Überschriften, die besagen, dass Leute getötet wurden", sagte Biden am Donnerstag (Ortszeit) bei einem Besuch in der Stadt Pittsburgh. "Wir müssen jetzt handeln", forderte er.

Das von ihm durch den Kongress gebrachte riesige Paket zur Sanierung der Infrastruktur werde dabei helfen, Tausende Brücken zu sanieren, versprach er. Vor einer seit Längerem geplanten Rede in Pittsburgh hatte Biden den Unglücksort besucht, an dem die schneebedeckte Brücke am Donnerstagmorgen eingestürzt war. "Ihr Zustand wurde seit zehn Jahren als mangelhaft eingestuft", sagte Biden. An der Unglücksstelle hatte Biden unter anderem Rettungskräften für ihren Einsatz gedankt. "Wir werden die Brücke wieder aufbauen", sagte er.

Nach Angaben von Pittsburghs Bürgermeister Ed Gainey gab es bei dem Einsturz keine Todesopfer. Drei Menschen seien verletzt worden. "Wir haben Glück gehabt", sagte er. Die Brücke, für die Stadt eine wichtige Verkehrsverbindung, sei zuletzt im vergangenen September inspiziert worden, fügte er hinzu.

Biden hatte im vergangenen Jahr ein Gesetzespaket unterzeichnet, mit dem die Infrastruktur des Landes modernisiert werden soll. Vorgesehen sind über die nächsten Jahre rund 550 Milliarden US-Dollar (476 Mrd. Euro) neuer Investitionen in die Infrastruktur. Insgesamt - inklusive schon vorher veranschlagter Mittel - hat das Paket einen Umfang von mehr als einer Billion US-Dollar. Die Infrastruktur-Offensive gehört zu den innenpolitischen Kernvorhaben in Bidens Amtszeit.

Quelle: Agenturen