Bewohner von Schweizer Bergdorf Brienz dürfen zurück
Die einst rund 90 Einwohner bangen seit langem um ihre Heimat. Im November 2024 mussten sie das Dorf im Kanton Graubünden zum zweiten Mal verlassen. Brienz drohte unter einem gewaltigen Schuttstrom begraben zu werden.
Im Juni 2023 war bereits mehr als einer Million Kubikmeter Geröll abgegangen. Auch damals war das Dorf geräumt. Der Schuttstrom verschüttete eine Kantonsstraße meterhoch, kam aber wenige Meter hinter den letzten Häusern zum Stillstand. Nach wenigen Monaten wuchs die Gefahr erneut. Nach dem Abgang von November 2025 hat sich die Lage nun beruhigt, aber das Gebiet wird weiterhin überwacht.
Blatten mit weniger Glück
Im Frühjahr 2025 war ein anderes Dorf in der Schweiz bei einem gewaltigen Felssturz und Gletscherabbruch fast vollständig zerstört worden: Blatten im Lötschental im Kanton Wallis. Auch dort war die Gefahr aber vorzeitig erkannt worden. Die Bewohner hatten das Dorf vorher verlassen. Ein Schäfer kam ums Leben, der sich zum Zeitpunkt des Unglücks bei einer Hütte außerhalb des Dorfes aufhielt.
Zusammenfassung
- Die rund 90 Bewohner des Schweizer Bergdorfs Brienz dürfen nach der Evakuierung im November 2024 wieder in ihre Häuser zurückkehren, da die akute Gefahr durch Felsstürze seit dem Schuttstrom von Ende November 2025 als gebannt gilt.
- Im Juni 2023 war bereits mehr als eine Million Kubikmeter Geröll abgegangen und hatte eine Kantonsstraße verschüttet, das Dorf blieb jedoch damals wie auch jetzt von größeren Schäden verschont.
- Während in Brienz die Gefahr nun reduziert ist und nur eine Zone oberhalb weiterhin gesperrt bleibt, wurde das Dorf Blatten im Frühjahr 2025 bei einem ähnlichen Ereignis fast vollständig zerstört und ein Schäfer kam ums Leben.
