Bereits 136 Tote nach Erdrutschen in Brasilien

19. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Die Zahl der Todesopfer nach den verheerenden Erdrutschen im brasilianischen Teilstaat Rio de Janeiro ist weiter deutlich gestiegen. Die Behörden gaben die Zahl der Toten am Freitag mit mindestens 136 an, am Tag zuvor hatte sie bei 117 gelegen. Die Suche in der Stadt Petrópolis nach Vermissten in den Trümmern der durch die Erdmassen zerstörten Häuser ging am Freitag weiter.

Am Freitagabend (Ortszeit) heulten in Petrópolis die Sirenen, um auf die Gefahr neuer sintflutartiger Regenfälle hinzuweisen. Derartige massive Regenfälle hatten am Dienstag die Katastrophe ausgelöst. Straßen wurden zu reißenden Flüssen, Häuser und Autos mitgerissen oder vom Schlamm verschüttet.

Staatschef Jair Bolsonaro überflog am Freitag Petrópolis und besuchte die Desasterzone. Die Zerstörungen böten ein "Bild fast wie im Krieg", sagte er. Der rechtsextreme Präsident war gerade erst von Besuchen bei dem ungarischen Regierungschef Viktor Orban und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in sein Heimatland zurückgekehrt.

Petrópolis liegt in den Bergen des brasilianischen Teilstaats Rio de Janeiro. In der Stadt steht die Sommerresidenz des früheren kaiserlichen Hofes von Brasilien.

Im Jänner 2011 waren in der Bergregion mehr als 900 Menschen ums Leben gekommen, als heftige Regenfälle Überschwemmungen und Erdrutsche verursachten.

Bereits Anfang dieses Monats hatte es in Brasilien Erdrutsche und Überschwemmungen nach starken Regenfällen gegeben. Dabei wurden im Teilstaat São Paulo 28 Menschen getötet. In den vergangenen drei Monaten kam es zudem in den Teilstaaten Bahia im Nordosten und Minas Gerais im Südosten zu heftigen Regenfällen mit dutzenden Todesopfern.

Quelle: Agenturen