"Beispielloser" Meningitis-Ausbruch in Großbritannien
Bei allen Betroffenen handelt es sich der Behörde für Gesundheitssicherheit (UKHSA) zufolge um junge Erwachsene. Unter den Todesopfern sind ein 21-jähriger Student der University of Kent und eine Schülerin aus der Stadt Faversham. Ein Großteil der Infektionen lässt sich den Angaben nach auf den Besuch eines Nachtclubs in Canterbury Anfang März zurückführen.
Als Reaktion auf die Infektionswelle haben die Behörden in der Region bereits rund 2.500 Dosen Antibiotika verabreicht. Zudem starte nun in Zusammenarbeit mit dem staatlichen Gesundheitsdienst NHS ein gezieltes Impfprogramm gegen Meningokokken der Serogruppe B, teilte die UKHSA weiter mit. Dieses Angebot richte sich zunächst an 5.000 Studenten, die auf dem Campus in Canterbury wohnen. Junge Menschen gelten als besonders gefährdet, da sie an Universitäten oft engen Kontakt zu anderen haben, die die Bakterien unwissentlich in sich tragen könnten.
Zusammenfassung
- In der Grafschaft Kent in Südostengland sind die Meningitis-Fälle auf 20 gestiegen, darunter fünf neue Infektionen und zwei Todesopfer – ein 21-jähriger Student und eine Schülerin.
- Viele der jungen Betroffenen haben sich offenbar Anfang März bei einem Nachtclub-Besuch in Canterbury angesteckt, weshalb die Behörden rund 2.500 Dosen Antibiotika verabreicht haben.
- Ein gezieltes Impfprogramm gegen Meningokokken der Serogruppe B richtet sich nun an 5.000 Studenten auf dem Campus in Canterbury, da junge Erwachsene als besonders gefährdet gelten.
