APA - Austria Presse Agentur

Bankangestellte soll sich Fake-Kredite in Millionenhöhe ausgezahlt haben

10. Sept 2021 · Lesedauer 2 min

Eine bereits entlassene Mitarbeiterin der Hypo Salzburg soll Kunden, die es gar nicht gibt Kredite in Millionenhöhe gewährt haben.

Die Frau arbeitete seit 31 Jahren in der Bank. Interne Kontrollen ließen ihre Vorgesetzten stutzig werden, die Mitarbeiterin wurde im August fristlos entlassen. 

Seit dem Jahr 2017 soll sie immer wieder Kunden frei erfunden und ihnen Kredite in der Höhe von insgesamt rund drei Millionen Euro gewährt haben. Die Bank hat ihre Ermittlungsergebnisse mittlerweile der Polizei übergeben.

2021 nahmen Fälle massiv zu 

"Wir haben alles aufgearbeitet, was aufzuarbeiten war. Jetzt liegt der Fall bei den Behörden", sagte Michael Huber, der Sprecher der Hypo-Salzburg-Mutter Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, am Freitag zur APA. Zu den Delikten selbst, der Vorgehensweise der Frau und ihrer Verantwortung wollte er sich aufgrund der noch zu führenden strafrechtlichen Ermittlungen nicht äußern. "Fest steht, dass es in den ersten Jahren nur vereinzelt zu Vorfällen kam. Ab dem Jahr 2021 haben wir dann aber eine massive Häufung registriert."

Durch die Vielzahl der Fälle - auch deren genaue Zahl wollte die Bank nicht nennen - sei der Missbrauch dann im normalen Tagesgeschäft aufgefallen. Die Frau sei in der Folge fristlos entlassen worden, weil sie grob gegen interne Regelungen verstoßen habe.

Angestellte fälschte Pässe und Gehaltszettel

Die in einer Filiale der Bank tätige Angestellte soll dem Vernehmen nach für die von ihr erfundenen Kreditnehmer - sie stammten meist aus Deutschland - Verbraucherkredite abgeschlossen haben. Sämtliche Papiere der fiktiven Klienten, wie etwa Pässe oder Gehaltszettel, dürfte die Frau selbst gefälscht und das Geld in die eigene Tasche gesteckt haben. "Es sind dadurch keine Kunden geschädigt worden. Der Schaden liegt alleine bei der Bank selbst", versicherte Huber.
 

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam